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1958 Zusammenschluss mit dem Königreich Jordanien in der Arabischen Föderation, jedoch wieder aufgelöst nach der nationalistischen Revolution General Kassems 1958 und dem Ende der Monarchie (Ermordung des Königs ). Es folgte die Bildung einer autoritären Republik). 1961 Konflikt um den Besitz Kuwaits, welcher später eskalierte und durch US-Streitkräfte beendet wurde. 1962 schwerer Kurdenaufstand. 1968 bringt ein Staatsstreich der natio- nalistischen Bath-Partei A. Bakr an die Macht, der eine Politik enger Anlehnung an die UdSSR betreibt. 1972 Unterzeichnung des irakisch-sowjetischen Freundschaftsvertrages. 1971 Abbruch Beziehungen zum Iran und zu Großbritannien.



Um über die Höhe der Erdölförderung und die Einnahmen bestimmen zu können, wird im Juni 1972 die britische IPC (Iraq Petroleum Company) verstaatlicht. 1973 bis 1978 verzehnfachen sich so die Öleinnahmen des Staates, industrielle und öffentliche Projekte können grosszügig finanziert werden. So beginnt beispielsweise im Mai 1978 eine grossangelegte Kampagne gegen das Analphabetentum. Im Juli 1979 muss al-Bakr aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten und Saddam Hussein übernimmt die Führung der ASBP und des gesamten Staates. Er vereinigt in sich nun die Ämter des Staatspräsidenten, des Oberkommandierenden der Streitkräfte, des Generalsekretärs der Partei und des Vorsitzenden des Revolutionsrates.


Im September 1980 beginnt der erste Golfkrieg mit Angriffen des Iraks auf den Iran. Der erwartete schnelle Sieg stellt sich jedoch nicht ein. 1984 wendet sich das Kräfteverhältnis schliesslich zu Gunsten des Irak, nicht zuletzt durch Hilfen der USA und der UdSSR, die offiziell jedoch neutral bleiben. Der Krieg dauert bis August 1988 an. Im September des Jahres 1988 startet Hussein einen Feldzug gegen Kurden, die den Iran unterstützt hatten. Hunderte sterben durch Giftgas. Der Irak hatte sich während des Krieges hoch verschuldet, wesentliche Industrieanlagen waren zerstört. Militärisch geht der Irak gestärkt aus dem Krieg hervor. Auch die Position Saddam Husseins ist nach diesem Krieg konsolidiert. Am 8. Dezember 2002 übergibt der Irak eine zwölftausend Seiten umfassende Dokumentation über seine Waffensysteme an die UN. Doch trotz nicht vorhandener atomarer,chemisch-biologischer Waffen, greifen die USA und Grossbritannien den Irak erneut an und stürzen den Dikatator Saddam Hussein. Das ist aber auch das einzige, was man diesen Mächten zugute schreiben kann.


Quer durch ein geschichtsreiches Land.


Der Irak blickt auf eine lange Geschichte zurück. Im Land zwischen den Flüssen Euphrat und Tigris entwickelten sich antike Hochkulturen und das arabisch-islamische Weltreich. Seit der Unabhängigkeit des Irak jedoch ist die Geschichte des Landes bestimmt von Staatsstreichen, politischen Morden und brutalen Diktatoren.
In der Geschichte der Menschheit spielt die Landschaft um die beiden grossen Flüsse Euphrat und Tigris bereits in den Jahrtausenden vor dem Islam eine bedeutende Rolle. Die griechisch-römische Welt nannte diese Region Mesopotamien. Sumerer, Babylonier und Assyrer gründeten hier Weltreiche und entwickelten hochstehende Zivilisationen. Im sechsten Jahrhundert vor Christus wird Mesopotamien von den Persern besetzt. Die Sassaniden gründen ganz in der Nähe der heutigen Stadt Bagdad ihre Kapitale Ktesiphon.



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