Gaius Julius Cäsar, geb. am 13. Juli 100 v. Chr. in Rom, gest. (ermordet) am 15. März 44 v. Chr. in Rom) war ein römischer Staatsmann, Feldherr und Autor, der maßgeblich an der Zerstörung der Römischen Republik und an ihrer späteren Umwandlung in ein Kaiserreich beteiligt war. Der patrizischen Familie der Julier entstammend, absolvierte er die Ämterlaufbahn und gelangte durch ein Bündnis mit dem reichen Marcus Licinius Crassus und dem erfolgreichen Militär Gnaeus Pompeius Magnus im Jahr 59 v. Chr. zum Konsulat. In den folgenden Jahren ging Caesar als Prokonsul in die nördlichen Provinzen Illyrien und Gallia Cis- und Transalpina, von wo aus er in den Jahren 58 bis 51 v. Chr. ganz Gallien bis zum Rhein eroberte. Im anschlies-
senden römischen Bürgerkrieg von 49 bis 45 v. Chr. setzte er sich gegen seinen ehemaligen Verbündeten Pompeius und dessen Anhänger durch und errang die Alleinherrschaft. Nach seiner Ernennung zum Diktator auf Lebenszeit fiel er einem Attentat zum Opfer. Sein Großneffe und Haupterbe Gaius Octavius setzte die Monarchie als neue Staatsform des Römischen Reiches endgültig durch. Doch der Reihe nach...
Im Jahr 53 v. Chr. war Crassus auf einem Feldzug gegen die Parther ums Leben gekommen, mit ihm war auch der Großteil seines Heeres von über 40.000 Mann untergegangen. Gleichzeitig hatte sich Pompeius dem Senat angenähert, da ihm sein einstiger Juniorpartner Caesar zu mächtig geworden war. Das erste Trium-
virat existierte nicht mehr. Der Senat wollte von Anfang an ein zweites Konsulat Caesars verhindern, um das tumultartige Jahr 59 v. Chr. nicht wiederholen zu lassen. Auch forderte der Senat anfangs von Caesar, dass dieser seine insgesamt zehn Legionen auflösen solle. Caesar weigerte sich, dies zu tun, ohne dass gleichzeitig auch Pompeius seine Heeresclientel auflöste. Der Senat lehnte dies strikt ab. Am Ende der Verhandlungen und seines Prokonsulats hatte Caesar keine politische Basis in Rom mehr und musste fürchten, vom Senat, der auf die militärische Macht und Fähigkeit des Pompeius setzte, zur Rechenschaft gezogen zu werden.
Caesar bespricht sich mit seinen Tribunen und Centurios, wie weiter zu verfahren ist.
Wie Caesar selbst angab, schritt er, allein um seine dignitas, seine Würde, zu wahren, zum Staatsstreich. Trotz des Verbots, gegen den Willen des Senats Militär nach Italien zu bringen, überquerte er am 10. Januar 49 v. Chr. mit der etwa 5.000 Mann starken dreizehnten Legion (Legio XIII Gemina) den Grenzfluss Rubikon. Bei dieser Gelegenheit soll Caesar den berühmten Ausspruch alea iacta est ("der Würfel ist geworfen") von sich gegeben haben. Pompeius, der erst vor kurzem vom Senat zum Beschützer der Republik ausgerufen worden war, rühmte sich anfangs noch, dass er nur mit den Füßen auf den Boden zu stampfen brauche und schon würden sich Truppen aus dem Boden erheben. Doch dies entsprach keineswegs der Realität. Sehr schnell musste Pompeius einsehen, dass nicht genügend Truppen in Italien zur Verfügung standen. So ent -
schloss er sich, Rom zu räumen und nach Griechenland auszuweichen, um dort den Krieg gegen Caesar zu organisieren. Dieses Vorhaben stieß bei einigen Senatoren, allen voran bei Cato, auf heftigen Widerstand. Doch auch Cato musste bald einsehen, dass die Lage aussichtslos war. Caesar dagegen brachte in Eilmär-
schen, ohne auf nennenswerten Widerstand zu stoßen, die wichtigsten Städte Norditaliens unter seine Kon-
trolle und erreichte Rom. Pompeius aber hatte Rom schon mit den meisten caesarfeindlichen Senatoren geräumt und war nach Brindisi geflohen. Als ihn Caesar verfolgte, entwich er nach Griechenland.
Caesar befiehlt alle Leichen auf einen Haufen zu legen und zu verbrennen. (Bild unten).
Caesar wandte sich angewiedert ab von dem Gestank der brennenden Leichen.
Caesar beschloss, weil er keine Flotte besaß, um Pompeius zu folgen, zuerst die pompeianischen Legionen in Spanien zu besiegen, um sich danach dem Kampf gegen Pompeius widmen zu können. Über Südgallien, wo er die Stadt Massilia belagerte, fiel er in Spanien ein und schlug die sieben Legionen des Pompeius unter dessen Legaten Lucius Afranius, Marcus Petreius und Marcus Terentius Varro in kürzester Zeit. Als Caesar aus Spanien zurückkam, erreichten ihn schlechte wie gute Nachrichten. Der größte Teil seiner Offiziere hatte in ihnen zugewiesenen Aufgaben versagt. Nur Decimus Brutus konnte in der Adria einige Erfolge gegen die Flotte des Pompeius erringen. Im Jahre 48 v. Chr. wurde Caesar erneut zum Konsul gewählt. Er überquerte mit etwa 15.000 Mann die Adria und zog gegen Pompeius, musste aber eine Niederlage bei Dyrrhachium hinnehmen, woraufhin er sich nach Thessalien zurückzog. Auf dem Weg dorthin plünderte er einige Städte und verband sich mit dem Rest seines Heers, das mit Marcus Antonius über die Adria gekommen war.

Pompeius wurde anschließend, trotz seiner doppelt so starken Armee, am 9. August desselben Jahres in der Schlacht bei Pharsalos entscheidend geschlagen, nachdem er wohl von den ihn begleitenden Senatoren zum Kampf gedrängt worden war. Pompeius selbst entkam nur mit knapper Not. Nach diesem entscheidenden Sieg kontrollierte Caesar den größten Teil des östlichen Mittelmeers und war de facto Alleinherrscher im Römischen Reich. Viele der caesarfeindlichen Senatoren flohen in andere Teile der römischen Welt, um dort den weiteren Aufstand gegen Caesar zu organisieren, andere wurden von Caesar begnadigt. Pompeius aber floh nach seiner Niederlage nach Ägypten, wo er auf Befehl des Königs Ptolemaios XIII. ermordet wurde.

Caesar mit einer Legion auf dem Weg nach Alexandria.
Caesar folgte Pompeius nach Alexandria, wo man ihm den Kopf seines Rivalen und ehemaligen Verbündeten überreichte. Caesar ließ jedoch, wieder als Zeichen seiner clementia, der Milde gegenüber dem Gegner, die sterblichen Überreste in allen Ehren überführen, was aber nicht zuletzt auch politischen Zweckmäßigkeiten geschuldet war.
Ceasar trifft vor dem Palast in Alexandria ein, wo das Volk abwartet, wie er sich verhalten wird.
Caesar und seinen Soldaten auf dem Weg zum Palast.
Man glaubte Ceasar einen Gefallen getan zu haben indem man ihm den Kopf des Pompeius präsentierte.
Doch Caesar ist zornig. Ferner ist er verwundert, nur Ptolemaios, aber nicht Kleopatra vorzufinden.
In Alexandria wurde er in die dortigen politischen Streitigkeiten hineingezogen. So machte er die Bekannt-
schaft der jungen Königin Kleopatra, Ptolemaios’ Schwester und Mitregentin. Dies war der Be- ginn einer leidenschaftlichen Liebesbeziehung, die in der Folgezeit noch für viel Unruhe sorgte, aber wohl auch nicht überschätzt werden sollte. Mit Kleopatra hatte Caesar ein Kind mit dem Namen Ptolemaios Kai- sarion. Cae-
sar ergriff Partei für Kleopatra, die von ihrem Bruder aus Ägypten vertrieben wurde, und musste den sogenannten "Alexandrinischen Krieg" (bellum Alexandrinum) gegen Ptolemaios bzw. dessen General Achillas austragen. Caesar wurde in Alexandria eingeschlossen und in die Defensive gedrängt. Während der Belagerung soll auch die berühmte Bibliothek von Alexandria abgebrannt sein. Nachdem Caesar von außen Hilfe bekommen hatte und sich hatte befreien können, wurden die Truppen des Achillas in die Flucht ge- schlagen. Ptolemaios ertrank während seiner Flucht im Nil. Kleopatras Machtposition wurde danach bestä- tigt. (Aber wiederum der Reihe und den Geschehnissen in Alexandria nach).
Angewiedert und zornig wenden sich die Soldaten Caesars ab.
Am Abend als sich die Soldaten Ceasars zurückgezogen hatten, schmuggelt sich Kleopatra in einem Teppich
zu Caesar, den Caesar über einen Boten als Geschenk von Kleopatra überreicht bekommt. Caesar, der ledig-
lich die Zwistigkeiten zwischen Ptolemaios und Kleopatra schlichten will, wird von Kleopatra gebeten, sie zur Königin von Ägypten zu machen, diese bleibt jedoch mit ihrer Bitte erfolglos.
Kleopatra liegt vor Caesar auf dem Boden.
Bei einem weiteren Gespräch im Bad der Kleopatra bekräftigt diese ihre Forderung nach dem ägyptischen Thron. Als Caesar Nachricht erhält, dass die Ägypter ihre Kriegsflotte bereit machen, gibt er Befehl, am nächsten Tag Feuer zu legen, um diese zu zerstören. Das Feuer greift jedoch auf die Innenstadt über und zerstört auch die Bibliothek von Alexandria. Die nun folgende Schlacht zwischen der römischen und der ägyptischen Flotte geht für die Römer siegreich aus.
Bei einem weiteren Gespräch im Bad bei einer Massage bekräftigt Kleopatra diese ihre Forderung.
Und immer wieder wiedeholt sie ihre Forderung nach dem ägyptischen Thron. Caesar ist beeindruckt von ihrer Schönheit und er wäre auch bereit gewesen ihrer Forderung nachzugeben, doch böse Nachricht erreicht ihn. Siehe Text oben. Die Ägypter machten ihre Kriegsflotte bereit...
Caesar plagen mächtige Kopf-und Rückenschmerzen...
Kleopatra hilft ihm und nutzt die Gunst der Stunde für ihre Pläne. Aber noch hilft es nicht.
Aber Kleopatra gibt nicht auf...
Nachdem ein Giftanschlag auf sie gescheitert ist, diskutiert sie mit Caesar vor seinem Schreibtisch.
Caesar hat Achtung vor ihr und gibt nach. Erst recht als bekannt wurde, dass ein Giftanschlag von Ptolemaios' Hofkämmerer Pothinus auf Kleopatra fehlgeschlagen ist. Daraufhin wird Pothinus von Caesar zum Tode verurteilt. Ptolemaios wird von Caesar der Vormundschaft durch Rom als unwürdig erachtet und ins Feldlager des Achillas verbannt. So hat Caesar es geschafft, Kleopatra auf den ägyptischen Thron zu verhelfen. Aus Caesar und Kleopatra wird - während Caesars rechtmäßige Ehefrau Calpurnia in Rom verweilt - ein Paar; Kleopatra, die davon träumt, mit Caesar die Welt zu beherrschen, bringt den Sohn Caesarion zur Welt. Aber greifen wir den Geschehnissen nicht voraus...
Caesar bewundert Kleopatra und schaut ihr tief in die Augen...
Caesar gibt nach und gesteht ihr den Titel Königin von Ägypten zu. Sie kann es noch gar nicht fassen.
Caesar veruteilt Pothinus (mitte) zum Tode wegen des gemeinen Giftanschlags auf Kleopatra.
Nach diesem tiefen innigen Kuss glaubte sie es, dass sie Königin von Ägypten wird.
Kleopatra hat ihr Ziel erreicht. Caesar schaut ihr bewundernd hinterher.
Kleopatra benötigte nur eine Nacht, um Caesar von der Legitimität ihrer Ansprüche zu überzeugen.
Kleopatra mit Caesar glücklich im Bett. Am nächsten Tag soll sie inthronisiert werden.
Man mag gerne glauben, dass der Römer von der mutigen Kleopatra angetan ist, als er sie aus dem Teppich rollt. Sie kennt die Schwächen Caesars und unterschätzt ihre Wirkung auf die Männer nicht. Der 30 Jahre ältere Römer gilt als sinnlich und leidenschaftlich, und von Kleopatra weiß Cassius Dio zu berichten, dass "sie sehr schön war und in der Blüte ihres Lebens stand. Der Laut ihrer Stimme war äußerst lieblich und mußte jeden durch seinen Reiz bezaubern. Ihr Anblick und ihre Rede erweckten einen so tiefen Eindruck, dass sie den kältesten Mann und ärgsten Weiberfeind in ihre Netze zog. (Wenngleich dieser in Bezug auf Frauen nichts anbrennen ließ)."
Endlich und mit Hilfe Caesars wurde sie Königin von Ägypten. Man nannte sie die 'Schöne vom Nil'.
Kleopatra benötigte eine Nacht, um Caesar von der Legitimität ihrer Ansprüche zu überzeugen, dabei dürften ihre Argumente - wie ihr Biograph schreibt - wohl nicht nur rein staatsrechtlicher Natur gewesen sein. Für beide jedoch gilt es erst einmal, fest im Sattel der Macht zu sitzen. Die Alexandriner erkennen, dass Caesar Ägypten zu einer römischen Provinz machen will, und proben den Aufstand. Unter dem Kommando des Achillas ziehen 20. 000 Kämpfer in die Stadt ein und bedrohen Caesars 4000 Legionäre. Doch der Römer, Sieger über so geniale Strategen wie Ariovist und Vercingetorix, läßt sich von den ägyptischen Truppen nicht die Butter vom Brot nehmen. Da er ganz Alexandria nicht halten kann, zieht er sich in den Palastbezirk zurück und verschanzt sich dort mit seinen Männern. Trotz ausgeklügelter Taktiken der heimischen Truppen - der Ägypter Ganymedes läßt die Nilkanäle, die das Hofareal mit Wasser versorgen, zumauern und leitet große Mengen an Seewasser in den Bezirk - bekommt Caesar die kritische Lage in den Griff, und Alexandria geht in Flammen auf. Dabei verbrennen die 700 000 Schriftrollen der weltgrößten Bibliothek, des Museion. Noch bevor vollends Ruhe eingekehrt ist, unternimmt Caesar mit Kleopatra eine zweimonatige Reise nilaufwärts auf der Thalamegos, einem der Prachtschiffe der Ptolemäer. Kleopatra ist bereits schwanger, und die Nilreise hat einzig und allein den Zweck, der ägyptischen Bevölkerung die neuen Machtverhältnisse im Land zu demonstrieren. Als Caesar nach neun Monaten Ägypten verläßt, hat er alles wohl geordnet, Kleopatra regiert unter dem Schutz der römischen Legionäre.
Caesar steht stolz an Kleopatras Thron.
Inzwischen und während der zweimonatige Reise nilaufwärts, überschlagen sich die Ereignisse in Rom. Im römischen Senat wächst unterdessen der Unmut über Caesars Verhalten. Caesar kehrt nach Beendigung seiner Reise natürlich noch ohne Kleopatra nach Rom zurück, er verspricht, Kleopatra so bald wie möglich nachzuholen. In Rom wird Caesar zum Diktator auf Lebenszeit ernannt. Wenig später erfährt Kleopatra in Rom einen pompösen Empfang. Als Caesar dahinter kommt, dass sein Diktatortitel ihm nur eingeschränkte Macht bringt, und daher fordert, zum Imperator ernannt zu werden, bildet sich um seinen Stiefsohn Marcus Iunius Brutus eine Verschwörung mit dem Ziel, Caesar zu töten.