Hymne Deutschlands - Dritte Strophe.

Der Autor MGB erzählt die Flugzeugentführung des Lufthansa Flugzeugs Landshut durch Terroristen und Helmut Schmidts Ablösung durch Helmut Kohl.
Die folgen Bilder sind Szenen aus einem Film und nicht original.
Die gekidnappte Landshut steht abseits auf dem Flughafen von Mogadischu.
In den Medien wurde die RAF anfangs oft als "Baader-Meinhof-Bande" oder als "Baader-Meinhof-Gruppe" bezeichnet. Gebräuchlich ist seit etwa Mitte der 1970er-Jahre ihr selbst gewählter, an die Bezeichnung für kommunistische Armeen angelehnter Name "Rote Armee Fraktion". Die Entführer forderten die Freilassung der inhaftierten Mitglieder der ersten Generation der RAF. Bun-
deskanzler Helmut Schmidt (SPD) berief daraufhin den sogenannten Großen Krisenstab ein, dem Mitglieder aller Fraktionen des Bundestages angehörten und der faktisch bis zum Ende der Krise die Regierung übernahm. Im Oktober 1977 passierte das Kontaktsperregesetz den Bundestag, das die Möglichkeit zum Verbot von Gesprächen zwischen Inhaftierten und ihren Anwälten ermöglicht. Außerdem wurde im Schnellverfahren die Strafprozessordnung dahingehend geändert, dass ein Angeklagter in einem Strafverfahren höchstens drei Rechtsanwälte benennen darf. Baader und andere hatten sich zuvor von bis zu 15 Wahlverteidigern gleichzeitig vertreten lassen. Beide Gesetze wurden bereits im Oktober 1977 gegen die RAF-Häftlinge angewandt. Die Bundesregierung entschied sich, nicht auf die Forderungen der Entführer einzugehen.
Die Flugzeugentführer mit den Passagieren in der Maschine.
Alle Passagiere wurden später durch die GSG 9 befreit und gerettet.
Am 13. Oktober 1977 wurde daraufhin die Lufthansamaschine Landshut mit insgesamt 87 Personen an Bord von einem Kommando der palästinensischen PFLP nach Mogadischu in Somalia entführt, um den Druck auf die Bundesre-
gierung zu verstärken. Die Geiselnahme wurde am 18. Oktober 1977 gegen 0 Uhr MEZ durch die GSG 9 gewaltsam beendet. 86 Geiseln wurden bei dieser Aktion befreit und drei der vier Terroristen erschossen. Flugkapitän Jürgen Schumann war zuvor bereits bei einem Zwischenstopp vom Anführer der Terrorgruppe erschossen worden. Die Maschine wurde im französischen Luftraum entführt und nach Rom geleitet, wo sie aufgetankt wurde und Mahmud erstmals die Forderungen seines Kommandos verkündete. Diese waren identisch mit denen der Entführer von Hanns Martin Schleyer: Mahmud forderte die Freilassung von elf in Deutschland inhaftierten RAF-Terroristen. Zusätzlich forderte man die Entlassung zweier Gesinnungsgenossen aus der türkischen Haft sowie 15 Millionen US-Dollar.

Damit die Zeit ausreichte, den Hauptteil des Kommandos der deutschen GSG-9 vor Ort zu schaffen, wurden die Entführer mit der Nachricht getäuscht, ihrer Forderung würde nachgegeben, die Überführung der RAF-Gefangenen nach Mogadischu aber würde mehrere Stunden benötigen. Daraufhin verlängerten die Entführer, die in der Zwischenzeit bereits die Passagiere mit Alkohol übergossen und ihre Sprengkörper scharf gemacht hatten, das Ultimatum erneut, diesmal bis zum 18. Oktober, 1:30 Uhr MEZ.

Bild unten: Das Spezialkommando-GSG 9 schleicht sich an die Maschine.
Bild unten: Im Schutz der Nacht erklettern sie vorsichtig das Flugzeug.
Am 18. Oktober wurde mit der Unterstützung des somalischen Militärs, das Flugzeug von der westdeutschen GSG 9 in Mogadischu gestürmt, und alle 86 Passagiere gerettet. Der Codename für die Rettungsaktion war "Feuerzauber". Die Flugzeugentführung wurde in Unterstützung der Roten Armeefaktion ausgeführt und wird als Teil des deutschen Herbstes gesehen.
Bild unten: die Geiseln wurden ohne Blutvergießen befreit und gerettet.
Am 18. Oktober um 0:05 Uhr MEZ stürmte das GSG-9-Kommando unter Führung Ulrich Wegeners in der Operation Feuerzauber die in Mogadischu gelandete Landshut. Während der siebenminütigen Aktion wurden drei der vier Geisel-
nehmer getötet, lediglich Souhaila Andrawes überlebte. Außerdem wurden ein GSG-9-Mann sowie die Stewardess Gabriele D. verletzt. Um 0:12 Uhr MEZ konnte der mitgereiste Staatsminister Hans-Jürgen Wischnewski, (Spitzname "Ben Wisch"), dem damaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt den erfolg-
reichen Abschluss der Aktion melden.
Am 1. Oktober 1982 schlug die CDU ein konstruktives Mißtrauen gegen Helmut Schmidt vor, das durch die FDP unterstützt wurde. Kanzler Schmidt verlor und wurde von Helmut Kohl abgelöst. Bild unten: Schmidt gratuliert seinem Nachfolger Helmut Kohl.
( Im November 2007 schrieb Schmidt in der wöchentlich erscheinenden "Die Zeit", dass die Vereinigten Staaten eine größere Gefahr für den Weltfrieden waren als Rußland. Er behauptete, dass Rußland seine Nachbarn seit dem Abschluss des Kalten Krieges niemanden überfallen hatte, und dass er überrascht wurde, dass Rußland die Ukraine und andere ehemalige Sowjetre-
publiken erlaubte, sich friedlich zu trennen. Er bemerkte, dass die USA-Invasion des Iraks unter George W. Bush " ein Krieg der Wahl, nicht aber ein Krieg der notwendig war ).
Helmut Josef Michael Kohl, geb. am 3. April 1930 ist ein deutscher konser-
vativer und vorsichtiger Politiker und Staatsmann. Er war Kanzler der Bundesrepublik Deutschland von 1982 bis 1998 und Kanzler des wieder ver-
einigten Deutschlands zwischen 1990 und 1998. Außerdem war er der Vor-
sitzende der Christlich Demokratischen Union (CDU), von 1973 bis 1998. Seine 16-jährige Kanzlerschaft währte von allen deutschen Kanzlern, seit Otto von Bismarck, am längsten. Durch ihn kam das Ende des Kalten Krieges und der deutschen Wiedervereinigung. (Nicht zu vergessen, dass es ohne die Unter-
stützung der DDR-Bevölkerung mit ihren Montagsdemonstrationen, nicht möglich gewesen wäre. Das muss auch mal erwähnt werden). Kohl war einer der Hauptarchitekten der deutschen Wiedervereinigung. Zusammen mit dem französischen Präsidenten François Mitterrand, (der übrigens, genau wie Margret Thatcher, gegen die Wiedervereinigung war), den Maastricht Vertrag gestaltete und zur Europäischen Union beitrug.
Kanzler Helmut Kohl mit seinem Freund Präsident Mitterand.
1984: Kohl und der französische Präsident François Mitterrand in Verdun.
Am 22. September 1984 traf Kohl den französischen Präsidenten François Mitterrand in Verdun, wo der Kampf von Verdun zwischen Frankreich und Deutschland während des ersten Weltkrieges stattgefunden hatte. Zusammen erinnerten sie an die Todesfälle von beiden Weltkriegen. Die Fotografie, die ihren Minuten langen Händedruck zeigt, wurde ein wichtiges Symbol der französisch-deutschen Aussöhnung. Kohl und Mitterrand entwickelten eine nahe politische Beziehung, einen wichtigen Schritt für die Europäische Integration. Zusammen legten sie die Grundlagen für Europäische Projekte, wie das Eurokorps etc. Diese französisch-deutsche Zusammenarbeit war auch für wichtige Europäische Projekte, wie der Vertrag von Maastricht und dem Euro lebenswichtig.
Kohl und US-Präsident Ronald Reagan besuchen am 5. Mai das Konzentra-
tionslager Bergen-Belsen und später den deutschen Militärfriedhof in Bitburg.
Als Bitburg-Kontroverse wurde in den Medien ein Ereignis benannt, bei dem
am 5. Mai 1985 US-Präsident Ronald Reagan gemeinsam mit Bundeskanzler Helmut Kohl Kränze an der Gedenkstätte des KZ Bergen-Belsen bei Celle und auf dem Soldatenfriedhof "Kolmeshöhe" in Bitburg niederlegte. Am Besuch in Bitburg entspann sich in der Öffentlichkeit eine Debatte, da in Bitburg neben deutschen Wehrmachtsangehörigen auch Angehörige der Waffen-SS beerdigt sind.

Anlass für den Besuch war der 40. Jahrestag der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai 1945. Nach Wunsch der deutschen Bundesregierung sollte eine Versöhnungsgeste zwischen den damaligen Kriegsgegnern erfolgen. Von Kritikern des Besuchs wurde "Bitburg" als Teil der Geschichtspolitik der Regierung Kohl beschrieben, die Deutschland zu einer neuen Normalität auf Augenhöhe mit den ehemaligen Feinden des Zweiten Weltkrieges führen solle. Die Kriegsführung des nationalsozialistischen Deutschlands solle durch ein gemeinsames Gedenken an Wehrmacht, Waffen-SS und amerikanische GIs als Teil einer gemeinsamen Geschichte erscheinen, wobei sich jedoch keine gefallenen Amerikaner unter den Bestatteten befinden.

1987 kam Erich Honecker auf Staatsbesuch nach Bonn.
1987, Kohl empfängt (widerwillig) den ostdeutschern Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker. Es war der allererste Besuch durch den ostdeutschen Staatschef in die Bundesrepublik Deutschland. Das wird im Allgemeinen als ein Zeichen gesehen, dass Kohls Ostpolitik, eine Politik der Entspannung zwischen Osten und Westen verfolgte, der von den SPD geführten Regierungen im Gegensatz zur CDU während der 1970er Jahre begonnen worden war. Der Fall der Berliner Mauer 1989 sollte aber für Kohl der Wendepunkt seines Kanzler-
amtes werden.
Präsident Reagan besucht mit Kanzler Kohl die Heimatstadt des Autors MGB: das Hambacher Schloß. (Die Wiege der deutschen Demokratie).
Präsident Ronald Reagan (mitte) vor dem Brandenburger Tor.
Kanzler Kohl rechts von Präsidenten Ronald Reagan am Brandenburg Tor. Präsident Reagan, rief 1987 herausfordernd in Richtung Gorbatschow: "Mister Gorbatschow, tear down this wall!" ( "Herr Gorbatschow, reißen sie diese Mauer nieder! ").

1994 gab der ehemalige Präsident bekannt, dass er mit Alzheimerkrankheit diagnostiziert worden war, er starb zehn Jahre später im Alter von 93 Jahren. Er reiht sich hoch in öffentlichen Meinungsumfragen von US-amerikanischen Präsidenten ein und wird kreditiert, um eine ideologische Renaissance auf dem amerikanischen politischen Recht zu erzeugen. Nachfolger des Präsidenten Reagans wurde George H. W. Bush. Er war der 41. Präsident der Vereinigten Staaten. (1989-93). Er regierte nur in eine Amtszeit. Der Fall der Berliner Mauer und den Zusammenbruch der Sowjetunionkamen sehr früh in seine Präsidentschaft. 1992 unterlag er bei einer erneuten Wiederwahl dem Demokraten William (Bill) Clinton.

Präsident George H. W. Bush                  Präsident William Clinton.