Die fünf Bücher Mose
    
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Am Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde...

Vorwort:

Kein anderes Buch wird so viel gedruckt...und doch nur so wenig gelesen. In wohl jedem europäischen Haushalt ist mindestens ein Exemplar der Bibel vorhanden. Darin gelesen wird höchst selten. Favorisiert wird das Neue Testa-
ment. Zur Weihnachtszeit füllen sich die ansonsten meist leeren Kirchenbänke, erinnern wir uns der Evangelien, blättern vielleicht in der "Weihnachtsgeschichte". Ansonsten aber bleibt die Bibel meist unbeachtet. Von hundert Bibelbesitzern, so ergab unlängst eine Umfrage in Deutschland, sind nur fünfzehn auch tatsächlich Bibelleser. Ich
habe mir deshalb in wochenlanger Kleinarbeit die Mühe gemacht, die Bibel etwas zu illustrieren. Vielleicht wird
sie ja durch die Bilder etwas interessanter - für jung und alt ?
Doch zuvor ein Auszug aus der Hebräischen Mythologie, die die Kirche verschweigt.
Laut Hebräischer Mythologie war Lilith Adams erste Frau. Man staune.
Die meisten Menschen glauben, dass Eva die erste Frau auf der Welt gewesen sei, doch ist dies ein Irrtum, den wir dem Hl. Hieronymus verdanken. Der war nämlich vom Papst beauftragt worden, aus den vielen Fassungen der Bibel, die seinerzeit existierten, die Stellen zusammenzusuchen, die fortan als Gottes Wort zu gelten hätten. Und als der Heilige begann, die Unmassen von Schriften zu studieren, die damals in Umlauf waren, stutzte er schon ganz am Anfang: Da wurde über die Erschaffung des ersten Menschenpaares berichtet. Dass der erste Mann auf der Welt Adam hieß, weiß ja jeder, aber nur wenig bekannt ist, dass seine erste Frau Lilith hieß. Und was da über die Ehe
des ersten Menschenpaares in den alten Schriften stand, trieb dem Heiligen die Schamröte ins Gesicht, die so rot
war, wie der Stift, mit dem er die betreffenden Stellen aus der Bibel strich. In seinen Augen muss es irgendein Schmutzfink gewesen sein, der solche Schweinereien in die heiligen Überlieferungen eingeschmuggelt hatte. Es
konnte einfach nicht wahr sein, dass das erste Menschenpaar, das ja noch von Gott eigenhändig geschaffen worden war, gleich nach seinem Eintritt ins Leben darüber zu streiten begonnen hat, wer beim Sex oben liegen durfte. So tilgte der Heilige alle Stellen, die mit Lilith zusammen hingen, aus der Bibel, mit der Folge, dass für uns heute die Zweitfrau Adams, nämlich Eva, das erste weibliche Wesen auf der Welt ist. Sie passte besser in das Frauenbild der Kirche, da sie aus einer Rippe Adams geschaffen, also sozusagen ein Teil von ihm war und ihm demgemäß zu gehorchen hatte. Wir müssen hier bedauerlicherweise bekennen, dass wir im 11. Kapitel dieses Buchs auch den Irrtümern der Hieronymus-Bibel aufgesessen sind. In Wahrheit müsste also am Anfang der Bibel die folgende Geschichte stehen...
Dialog zwischen Gottvater und Lucifer.
Als der Herrgott durch das neu geschaffene Paradies spazierte, war er sehr zufrieden mit seinem Werk. Besonders freuten ihn die vielen Tiere, die so viel Leben in seine Schöpfung brachten. Doch irgendwie hatte er das Gefühl, dass noch etwas fehlte: nämlich die Krönung seines Werks. Und so kam er auf die Idee, Menschen an die Spitze aller Lebewesen zu stellen. Sie sollten die Schöpfung bewahren und für Ordnung sorgen; er übertrug ihnen daher Aufga-
ben, ihn auf der Welt vertreten. Bei der Erschaffung von Adam hatte der Herrgott keine Probleme: Er blickte in
einen Teich, sah dort sein Spiegelbild und formte danach einen Lehmklumpen, dem er eine Seele einhauchte fertig war der Adam. Und damit der erste Mann nicht so einsam sei, schuf Gott ihm eine Frau. Er nahm wiederum etwas Lehm und formte einen Körper so, wie sich ein Mann halt ein Wesen an seiner Seite vorstellt. Ein bisschen muss dabei die Phantasie mit ihm durchgegangen sein, denn was dabei herauskam war etwas, für das Luzifer, der gerade hinzukam, den richtigen Ausdruck fand:

"Das ist ja ein rattenscharfes Vollblutweib, das du da produziert hast. So etwas hätte ich dir gar nicht zugetraut." "Nun, auch unsereiner ist schließlich ein Mann, auch wenn manche uns lieber zu einem seelenlosen Neutrum machen würden. Und Sinn für Schönheit besitzen wir schließlich auch." "Ich kann nur sagen: meinen Respekt! Und wie soll das alles nun weiter gehen?" "Die beiden werden sich vermehren und schließlich die ganze Welt bevölkern." "Gestatte, dass ich darin keinen Sinn sehe." "Da hast du wohl recht. Aber sei mal ehrlich: Muss alles, was man macht, immer einen Sinn haben? Kann man nicht auch mal etwas tun einfach nur so?" "Sicher, sicher", beeilte sich Luzifer zu sagen. "Aber: Menschen einfach nur so?" "Auch ich brauche halt eine Beschäftigung, und sogar für dich fällt dabei viel Arbeit ab." "Du weißt doch, dass ich faul bin! Noch eine Frage interessiert mich: Wie soll das mit der Vermehrung funktionieren?" "Ganz einfach: Ich habe den Menschen die entsprechenden Organe gegeben."

"Das wird nicht funktionieren. Das ist so ähnlich, wie wenn du deinen beiden Menschen einen Schraubenzieher gibst. Da werden sie sagen: ?Was soll ich damit im Paradies, wo es nichts zu schrauben gibt und alles schon perfekt ist??" "Ich hoffe: die beiden werden sich lieben." "Das, was du unter Liebe verstehst, ist eine rein geistige Gefühlsregung, die mit Vermehrung nichts zu tun hat. Das kannst du mir glauben. Da muss noch etwas aus meinem Fachgebiet dazu kommen." "Du bildest dir also ein, die Krönung meiner Schöpfung perfektionieren zu können?" "?Um Gottes Willen!? hätte ich beinahe gesagt. Ich will deine Menschen nicht verbessern. Ich will ihnen nur etwas aus meiner Pharmazie geben, damit sie sich vermehren können. Ich will dir ganz ehrlich sagen: Das, was ich da im Auge habe, hat auch einen Pferdefuß." "Das musste ja so sein, wenn es aus der Hölle kommt. Du hast mich neugierig gemacht. Was hast du also auf Lager?" "Ganz etwas Einfaches: Hormone! Die sind nötig, damit es zu einem Sexualleben und zur Zeugung kommt." Der Herrgott schaute etwas verwirrt und sagte schließlich: "Ich glaube, das ist mehr dein Metier. Also gib den Menschen halt deine Hormone...."

Die beiden ersten Menschen.
Der Garten Eden.
Es entspringt aber ein Strom in Eden und bewässert den Garten, und hinter dem Garten teilt er sich in vier Arme.
Der erste heisst Pison, der zweite Gihon,der dritte Hiddekel und der vierte Euphrat.
Gottvater übergibt den Garten Eden an das erste Menschenpaar.
Adam und Eva leben glücklich und sorgenfrei im Paradies.
Bild oben: Eva reicht Adam von der verbotenen Frucht.
Die Schlange aber war listiger als alle Tiere des Feldes, die der Herr gemacht hatte, und sie sprach zu der Frau: "Gott hat euch wohl gar verboten, von den Früchten der Bäume des Gartens zu essen"? Die Frau sprach: "Wir dürfen von den Früchten essen, nur nicht vom Baum der Mitte des Gartens. Ihr dürft nicht davon essen und sie nicht anrühren, sonst müsst ihr sterben". "Ihr müsst nicht sterben", sprach die Schlange, "Gott weiss, dass euch die Augen aufgehen werden, wenn ihr von den Früchten esst; ihr werdet wie Gott sein und wissen, was gut und böse ist".
Eva fiel auf die Worte der Schlange herein und aß von der verbotenen Frucht. Da sprach Gott zur Schlange: "Weil du das getan hast, bist du verflucht vor allem Vieh und vor allen Tieren des Feldes. Auf dem Bauche sollst Du kriechen und Staub fressen dein Leben lang". An Eva gewandt sprach Gott: "Ich will dir viele Leiden machen; mit Schmerzen sollst du deine Kinder gebären. Nach deinem Manne wirst du verlangen; er aber soll dein Herr sein". Zu Adam sprach er: "Weil du auf deine Frau gehört und von der Frucht gegessen hast, soll deinetwegen der Erdboden verflucht sein. Mit Mühsal sollst du dich von ihm ernähren, bis du zurückkehrst zur Erde, von der du genommen". Er machte beiden Felle und legte sie ihnen um mit den Worten: "Siehe, der Mensch ist geworden wie wir; wenn er jetzt seine Hand ausstreckt und vom Baum des Lebens ißt, so wird er ewig leben", und er vertrieb beide aus dem Garten Eden, den er durch Cherubime mit flammenden Schwertern bewachen ließ.
Adam und Eva werden aus dem Paradies vertrieben.
Adam und Eva hatten zwei Söhne: Kain und Abel.
Adam nannte seine Frau Eva, und sie sie wurde die Mutter aller Menschen. Sie gebar Kain und später Abel.
Abel wurde Schäfer...Kain aber wurde Ackerbauer
Eines Tages geschah es, dass Kain von den Früchten des Ackers dem Herrn ein Opfer brachte und auch Abel brachte das fetteste und beste seiner Lämmer. Der Herr sah mit Wohlgefallen auf Abel und sein Opfer, mit Kain und dessen Opfer aber war er nicht zufrieden. Da wurde Kain böse und machte ein finsteres Gesicht. Dem Herrn erwiederte er nichts in seinem Zorn.
Kain und Abel opfern dem Herrn.
Kain Kain fasst einen mörderischen Entschluss...
...er hob seine Hand gegen den Bruder und schlug diesen tot.
Später, als er mit Abel auf dem Felde war, erhob er seine Hand gegen den Bruder und schlug diesen tot. Gott fragte ihn, wo denn sein Bruder sei? Kain erwiederte: "Ich weiss es nicht. Bin ich denn der Hüter meines Bruders"? Gott aber sprach: "Was hast du getan? Das Blut deines Bruders schreit zu mir empor. Verflucht sollst du sein und wenn du den Acker bebaust, soll er dir von nun an seine Früchte nicht mehr geben. Unstet und flüchtig sollst du sein auf Erden".

"Eine so schwere Strafe kann ich nicht tragen und jeder der mir begegnet, (?) wird mich totschlagen". (Wer sollte ihm begegenen? Es gab doch nur Adam und Eva und ihn?) "Niemand wird Kain totschlagen", meinte der Herr. "Wer immer Kain totschlägt, an dem wird sein Tod siebenfach gerächt". Gott versah Kain mit einem Zeichen, damit niemand der ihm begegnete, (?) ihn totschlug. Kain ging ins Land Nod - östlich von Eden und nahm dort eine Frau. (?) Woher kam sie???

Eva gebar einen anderen Sohn und nannte ihn Seth. Gott hat ihn ihr für Abel gegeben. Adam wurde sehr alt und Eva gebar noch viele Söhne und Töchter. (Es sollen insgesamt 63 gewesen sein. Welche Frau hält 63 Geburten aus?) So mehrten sich die Menschen auf der Erde, und auf Adam und Eva folgten noch viele Generationen. In der neunten Generation lebte ein Mann namens Noah...
Gott sah, dass die Menschen sehr verdorben geworden waren.
Der Herr aber sah, dass die Menschen sehr verdorben geworden waren, und dass ihr Sinn und ihr Herz nur nach dem stand. Er sprach daher zu Noah: "Ich habe das Ende allen Fleisches beschlossen. Alle Lebewesen werde ich von der Erde vertilgen, denn die Erde ist voll Übel und Missetat. Mache dir eine Arche aus Nadelholz, teile sie in viele Zellen und mache sie innen und aussen dicht mit Pech. So sollst du sie bauen: dreihundert Ellen lang, fünfzig Ellen breit und dreissig Ellen hoch. Mache ein Fenster hinein und an der Seite eine Tür. Du sollst in die Arche gehen mit deiner Frau und deinen drei Söhnen und deren Frauen. Von allen Tieren auf Erden sollst du von jeder Art ein Paar in die Arche führen. Ein Männchen und ein Weibchen sollen es sein, von jeder Art; Vögel, Vieh und alle Tiere, die auf der Erde kriechen. Nimm auch von jeder Speise mit, die man ißt". (*Eine Elle ist 50 cm. Demnach war die Arche 150 Meter lang, 25 Meter breit und 15 Meter hoch* - Für die Aufnahme von jeder Tierart ein Pärchen, dazu das Futter für die Tiere und die Lagerung jeder Speise, die man ißt? ...Möge sich jeder selbst sein Urteil bilden...)
Noah baut die Arche
Die Arche ist fertig. Noah und seine Familie jubeln.
Noah läßt die Tiere an Bord.
Noah ist sicher mit seiner Familie und den Tieren auf dem Berg Ararat gelandet.
Noah, seine Frau und die Söhne mit ihren Frauen dankten Gott und verließen die Arche.
Die Fenster des Himmels schlossen sich und dem Regen wurde Einhalt geboten. Noah, seine Frau und die Söhne mit ihren Frauen verließen die Arche. Noah baute dem Herrn einen Altar und brachte ihm ein Brandopfer von allen reinen Tieren und allen reinen Vögeln. Der Herr roch den lieblichen Duft und sprach zu sich selbst: "Nie mehr will ich die Erde um der Menschen Willen verfluchen. Solange die Erde besteht, sollen nicht mehr aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht". Und Gott segnete Noah und seine Söhne und sprach zu ihnen:
"Seid fruchtbar und mehret euch. Siehe ich schliesse einen Bund  mit euch und eueren Nachkommen und ich verspreche, dass nie wieder eine Sintflut die Erde zerstören soll. Dieses Versprechen ist ein Bund, den ich schliesse zwischen mir und euch und allen Lebewesen, die bei euch sind, auf ewige Zeiten".

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