Während des Studiums in St. Andrews lernte Catherine im Herbst 2001 den fünf Monate jün-
geren Prinz William kennen. Im zweiten Studienjahr bewohnten sie gemeinsam mit drei wei-
teren Kommilitonen eine Studenten-WG. Ungefähr seit Ende 2002 ist das Paar liiert. Im April 2004 wurde die Beziehung durch Fotos des Paares aus dem Skiurlaub in Klosters der Öffent-
lichkeit bekannt. Im Dezember 2006 war Catherine mit ihren Eltern bei der Abschlussparade
der Royal Military Academy Sandhurst anwesend, bei der Prinz William zum Offizier ernannt wurde. Laut britischen Medien hatten sich sie und Prinz William im April 2007 "in freund-
schaftlichem Einverständnis" getrennt. Als Grund wurde der große Druck auf die Beziehung durch die Medien genannt. Die Spekulationen der britischen Boulevardpresse im Juni 2007,
dass sich beide anlässlich einer Gedenkfeier zum Tode seiner Mutter Diana wieder versöhnt hätten, wurden mehrfach dementiert. Anfang Juli 2007 berichtete die Sun, dass das Paar nach einer Aussprache wieder zusammen sei. Im August 2007 wurden diese Gerüchte weiter genährt, als William und Catherine einen gemeinsamen Urlaub auf den Seychellen verbrachten. Bei der Verleihung des Abzeichens der britischen Luftwaffe Royal Air Force an den Prinzen im April 2008 war Catherine ebenfalls anwesend.

Im Sommer 2008 nahm sie mit der königlichen Familie an der Hochzeit von Williams Cousin Peter Phillips mit Autumn Kelly und an der Hochzeit von Lady Rose Windsor teil. Prinz William war bei beiden Hochzeiten verhindert. Im Juni 2008 nahm sie mit der königlichen Familie an der feierlichen Zeremonie des Hosenbandordens, in den Prinz William aufgenommen wurde, teil. Die wiederholten offiziellen Auftritte mit dem Prinzen oder der königlichen Familie wurden von der Presse als Indiz für eine Verlobung gedeutet. Catherine und Prinz William verlobten sich am 20. Oktober 2010 während eines Urlaubs in Kenia. Catherine und Prinz William heirateten am 29. April 2011 in der Westminster Abbey. Trauzeugen waren Catherines Schwester Pippa und Williams Bruder Harry. Mit ihrem Ehemann lebt sie in der Nähe von Williams Stützpunkt Valley der Royal Air Force auf der Insel Anglesey in Wales und im Kensington Palace. Seit Dezember 2010 nimmt Catherine offizielle Aufgaben an der Seite ihres Ehemanns wahr.

Kates Schwester Pippa hält die 2,70 Meter lange Schleppe.
Modern, aber auch sexy anzusehen kam die Braut zur Kirche. Hinter ihr, ihre Schwester Pippa.
Besondere mediale Aufmerksamkeit erhielt Pippa vor allem durch ihre Rolle als Trauzeugin und Brautjungfer für ihre Schwester bei deren Hochzeit. Sie trug ein von Sarah Burton entworfenes Kleid in Weiß. Dabei sorgten sowohl der Umstand, dass üblicherweise nur die Braut in Weiß auf-
tritt – ihre Schwester trug ein elfenbeinfarbenes Brautkleid –, als auch die von vielen Kommen-
tatoren hervorgehobene Attraktivität Middletons für zahlreiche Reaktionen in sozialen Netzwer-
ken, in der Fernsehberichterstattung und in den Printmedien. In diversen Zeitungen war zu lesen, Pippa Middleton habe ihre Schwester "beinahe in den Schatten" gestellt.
Kates Schwester-auch Pippa genannt-hebt die Schleppe und sorgt für Aufsehen.
Glückliche, übers ganze Gesicht strahlende und zufrieden winkende Kate.
Kate wird von ihrem Vater zum Bräutigam Prinz William geführt.
Westminster Abbey ist deutlich kleiner als St. Paul's, die Hochzeitskathedrale von Prinz Charles und Diana.
Ringtausch. Das Paar wirkte trotz des strengen Protokolls wie viele andere Liebende an ihrem großen Tag.
Von der Verbindung des künftigen Thronfolgers mit der selbstbewussten Millionärstochter erhofft sich die britische Monarchie noch mehr Sympathie und einen Modernisierungsschub. Schon die Trauung war nicht so pompös wie die Hochzeit von Williams Vater Charles mit Diana vor rund 30 Jahren: Westminster Abbey ist deutlich kleiner als St. Paul's, die Hochzeitskathe-
drale von Charles.
Nach der Trauung fuhr das frisch vermählte Paar in der offenen Kutsche durch London.
Englands neues Traumpaar fährt in der offenen Kutsche durch London.
Kate winkt aus der offenen Kutsche den Menschen am Straßenrand zu.
Die Royal-Guards begleiten das Paar durch die Stadt.
Die Menschen rechts und links der Straße, jubeln den Neuvermählten zu.
Winken und immer wieder winken und vor allem immer ein freundliches Lächeln.
Unter den Klängen von Marschmusik auf dem Rückweg in den Palast.
Das neue Traumpaar zeigt sich dem jubelnden Volk nach der Rückkehr erneut auf dem Balkon.
Das Volk wartet auf den obligatorischen Kuss, doch der währte nicht mal eine Sekunde.
Bereits viele Stunden vor dem Hochzeitsgottesdienst hatten sich Massen von Fans des Königs-
hauses um die Abbey und den Palast gedrängt. Alle wollten einen Blick auf den Prinzen, seine Braut, Queen Elizabeth II. und andere gekrönte Häupter erhaschen.
Sie hat einen Prinz geheiratet, doch sie selbst darf sich nicht Prinzessin nennen.
Aus der bürgerlichen Catherine Middleton wurde mit der Hochzeit offiziell zwar eine Königliche Hoheit, aber keine Prinzessin. Queen Elizabeth hat ihrem Enkel William kurz vor der Trauung den Titel des Herzogs von Cambridge "geschenkt". Damit wird seine Frau automatisch als "Ihre Königliche Hoheit, Herzogin von Cambridge", angesprochen.
Traditionell heiraten englische Prinzen in Uniform.
Natürlich nicht. Es wird keine Princess Catherine geben. Denn obwohl Catherine Middleton einen Prinzen heiratete, wird aus ihr keine Prinzessin. Stattdessen wird die Neuvermählte traditionell den Titel "Her Royal Highness, Princess William of Wales" tragen – übersetzt: königliche Ho-
heit, Fürstin William zu Wales. Der Grund: Sie hat kein königliches Blut in den Adern. (Anmerkung: Würde ein Sohn der Queen irgendwo auf der Welt einen Unfall haben und sofort eine Bluttransfusion benötigen, wäre auch die Queen dankbar. Und seltsam: In diesem Fall würde auch das Blut eines Nichtköniglichen gerne angenommen. Blut ist rot und nicht blau und bei je-
dem Menschen gleich). Aber die Queen hat ihre eigenen Vorstellungen bezüglich der "Rangfol-
gen" im Englischen Königshaus.

Britische "Princesses" existieren nur innerhalb der königlichen Familie. So ist Anne, die Tochter der Queen, eine Princess ebenso wie Williams Cousinen Beatrice und Eugenie, die Töchter von Prinz Andrew. Auch Diana war streng genommen nie Prinzessin Diana, sondern stets Diana, Princess of Wales. Sarah Ferguson durfte sich als Frau von Prinz Andrew allein Duchess of York nennen – und auch das nur, weil die Queen ihre Nachkommen bei Heiraten gerne mit neuen Titeln versorgt. Lieblings-Sohn Andrew machte sie anlässlich seiner Eheschließung im Jahr 1986 zum Herzog zu York. Seine inzwischen geschiedene Frau Fergie hat diesen per Ehe erworbenen Titel auch als Geschiedene nicht abgelegt.

Der "Feldwebel" in der Mitte sitzend, bestimmt über die Rangfolgen im britischen Königshaus.
Jedenfalls nicht Michelle Obama. Die tatscht der Queen gleich auf den Rücken. "Na, wie gehts, Oma Queen?" Aber Spaß beiseite: Wenn schon die Namensgebung kompliziert ist – schwieriger wird es bei der Frage, wer hinter Palastmauern wem den Hofknicks schuldig bleiben wird. Keine Probleme dürfte es geben, wenn die Ehemänner anwesend sind. Dann übernehmen die Damen Stellung und Rang ihres Angetrauten: Kate muss vor Camilla als Ehefrau des Thronfol-
gers in die Knie gehen – und Töchter und Enkelinnen der Queen wiederum vor den beiden bür-
gerlichen Angetrauten der Nummer Zwei und Drei im königlichen Rang-Reigen. Und allesamt natürlich stets vor der Queen. (Ausser Michelle Obama. Nun ja, die kennen in den Staaten keine Queen.
Michelle Obama bei einem früheren Besuch bei der Queen. Prinz Philip Mountbatten schaut fassungslos.
Michelle Obama hat Lisbethchen fest im Griff.
Doch seit 2005 bleibt Princess Anne und anderen Fürstinnen königlichen Geblüts die Knickserei vor Nicht-Blaublütigen erspart. Damals erließ Königin Elizabeth ein Edikt "Über den Vorrang der königlichen Familie, der am Hofe einzuhalten ist". Das Papier sollte ihrer Tochter Anne die Schmach ersparen, sich hinter Camilla einreihen zu müssen, nur, weil diese den älteren Bruder Charles geehelicht hatte. Befinden sich also Charles und William gemeinsam auf der Jagd, müssen sich Camilla und Kate beim Frühstück ganz hinten anstellen – sogar vor Williams Cousinen Princess Beatrice und Eugenie müssten sie in die Knie gehen.
Das Brautpaar verbrachte seine Flitterwochen auf den Seychellen.
Lange brodelte die Gerüchteküche, nun kam es raus: Prinz William und seine Kate haben es sich in den Flitterwochen auf den Seychellen gut gehen lassen. Dass das royale Paar seine Auszeit auch wirklich genießen konnte, wurde von der Regierung des Inselstaats garantiert: Die Küsten-
wache wimmelte lästige Paparazzi ab.

Zwei Wochen später kehrte das Paar in die königliche "Normalität" zurück: William trat wieder seinen Dienst als Rettungsflieger beim Militär in Wales an, Kate kümmert sich um den Haushalt des gemeinsamen Cottages - und wahrscheinlich um ihre traditionelle Aufgabe als Gemahlin des künftigen Königs von England: den Fortbestand der Monarchie zu sichern.