Houston ist die größte Stadt in Texas und die viertgrößte in den Vereinigten Staaten. Sie hat eine Fläche von 1600 km² und ist Sitz des Bezirks Harris County, welcher der 3. bevölkerungsreichste Bezirk in den USA ist. Die Einwohnerzahl beträgt über 2 Mil- lionen Einwohner. Die Stadt ist das Herz der "Houston-Sugar-Land-Baytown" Metro- area, die das größte kulturelle und wirt- schaftliche Zentrum der Golfküste ist und die siebentgrößte Metroarea in den USA, mit einer Bevölkerung von 5,3 Millionen Menschen in 10 Bezirken. Houston ist weltberühmt für seine Energie (teilweise Öl), Flugtechnikindustrie und für seinen Schiffskanal. Houston unterhält eine Städte- partnerschaft mit Leipzig. (Siehe Bild links, das neue Rathaus von Leipzig)
Die Region ist auch weltführendes Zentrum für Zubehör zur Förderung von Öl. Der Ha- fen von Houston ist der sechstgrößte der Welt. Unter den US-Häfen ist er auf Platz 1 in der Frachtabwicklung für ausländische Waren und der größte in der gesamten Abwicklung. Zudem ist Houston der Sitz des weltweit bekannten Texas Medical Center, (Bild links) welches die größte Konzentra- tion von Forschung und Gesundheitsfürsor- geinstitutionen beinhaltet. Die Stadt hat eine große Szene in der visuellen und dar- bietenden Kunst und ist die Stadt mit der größten Konzentration von Theatersitzplätzen in der Innenstadt - auch Houston Theater District genannt. In der Nähe von Houston findet man Galveston Island, das ein Dreh- punkt für Bootsverleih und touristische Attraktionen ist.
Houston County wurde 1837 aus Teilen des Nacogdoches County gebildet. Benannt wurde es nach Samuel Houston, einer der wichtigsten Figuren in der Geschichte von Texas und Gouver- neur. Samuel Houston (* 2. März 1793 im Rockbridge County, Virginia; † 26. Juli 1863 in Huntsville, Texas) war ein US-ameri- kanischer Politiker und General. Er gilt als Schlüsselfigur in der Geschichte des Bundesstaates Texas.
Houston wurde in Virgina als Sohn eines Majors der US-Armee geboren und er- hielt dort eine einfache Schulausbildung. Nach dem Tod seines Vaters zog er 1807 mit seiner Familie nach Maryville (Ten- nessee) um. 1809 floh er von zu Hause und lebte eine Zeit lang bei einem Stamm der Cherokee, deren Sprache und Bräuche er so kennenlernte. Wäh- rend des Britisch-amerikanischen Kriegs (1812-1814) trat er im März 1813 in die Armee der Vereinigen Staaten ein, wo er bis zum Dezember dieses Jahres bis zum third lieutenant befördert wurde. Unter Andrew Jackson kämpfte er gegen die mit den Briten verbündeten Muskogee und wurde in der Schlacht bei Horses- hoe Bend im März 1814 schwer verletzt. Nach seiner Genesung wurde er auf Jacksons Betreiben zum Indian agent, einer Art Botschafter, bei den Cherokee ernannt. Im März 1818 verließ er die Armee.