Der Ritter Wilfred von Ivanhoe zieht durch die Lande und sucht König Richard Löwenherz.
Er kommt bei seiner Suche auch an der pfälzischen Feste Burg Trifels vorbei.
Der Ritter Wilfred von Ivanhoe zieht durch die Lande und sucht König Richard Löwenherz, der auf der Heimkehr aus dem Heiligen Land plötzlich verschwunden war. Auf einer Burg (Dürnstein oder Trifels) wird er fündig. Er singt ein Reiselied, als ein Gefangener im Kerker der Burg das Lied fortsetzt und einen mit dem königlichen Wappen bestickten Geldbeutel mit einem Schreiben darin herunter wirft. Ivanhoe dringt des Nachts bei einem Lesekundigen ein und verlangt mit vorgehal-
tenem Dolch, das Schreiben vorzulesen. Leopold von Österreich hält Richard gefangen. Prinz John hat das Lösegeld verweigert (150.000 Silbermark, das englische Steueraufkommen von mehr als zwei Jahren) und macht mit einigen Normannenfürsten gemeinsame Sache, um den Thron von England an sich zu reißen.
Die normannischen Ritter Brian de Bois-Guilbert und Hugh de Bracy sind mit Gefolge unterwegs.
Cedric lässt seine nicht gerade willkommenen Gäste nach alter Sitte fürstlich bewirten.
Ivanhoe ist wieder in England, immer noch als einfacher Sänger gekleidet. Die normannischen Ritter Brian de Bois-Guilbert und Hugh de Bracy sind mit Gefolge in den Wäldern unterwegs zum Turnier nach Ashby. Die endlosen Wälder beunruhigen die Ritter, da sich darin gesetzlose Bogenschützen verbergen. Ivanhoe schließt sich dem Trupp an und empfiehlt Rotherwood als Nachtquartier. Die Reisenden werden von Robin of Locksley, Bruder Tuck und ihren Kameraden beobachtet. Der beab-
sichtigte Überfall bleibt aus, weil Locksley wissen will, warum Ivanhoe die Normannen nach Rother-
wood führt, obwohl der Angelsachse Cedric seinen Sohn Ivanhoe verstoßen hat. Cedric empfängt die Normannen kühl und frostig, bietet aber nach den Gesetzen der Gastfreundschaft Abendessen und Nachtlager. Sein Schützling Lady Rowena soll in ihren Gemächern bleiben.
Cedric lässt seine Gäste nach alter Sitte fürstlich bewirten.
Der Leibeigene Wamba führt Ivanhoe heimlich zu Lady Rowena. Die beiden haben als Kinder Blutsbrüderschaft geschlossen. Ivanhoe erkundigt sich nach der Stimmung seines Vaters ihm gegenüber; er bittet Rowena, die Normannen bei Tisch auszuhorchen, denn er braucht Cedrics Hilfe, um gegen die Normannen zu bestehen und den König aus dem Kerker zu holen. Als auch der greise Jude Isaac von York um Herberge bittet, sprechen sich die Normannen dagegen aus, doch Cedric gewährt auch hier Gastfreundschaft und befiehlt, dem Gast Platz zu machen. Das normannische Gefolge rückt aber nicht beiseite, bis Ivanhoe aufsteht, der sich inzwischen mit hochgezogener Kapuze ans Ende der Tafel gesetzt hat.

Bois-Guilbert fragt nach der Anwesenheit von Lady Rowena, doch Cedric pöbelt, dass keine Angel-
sächsin den Tisch mit Eroberern teilt. Die Normannen rechtfertigen sich, sie hätten schließlich im Heiligen Land für England gegen die Heiden gekämpft. Noch während des Wortgeplänkels kommt Lady Rowena herein und setzt sich an den Tisch. Die Ritter werden wieder höflich. Sie fragt nach Neuigkeiten aus dem Heiligen Land. Der Sachse Cedric ist zwar nicht für Richard, da der König Normanne ist, "aber Richard, mit all seinen Fehlern, war für England, und John ist für John."

Rowena spielt ihre Rolle gut und entlockt den Normannen einige geheime Pläne.
Trotzig verlangt Lady Rowena von den Normannen, auf Ivanhoes Ritterehre zu trinken.
Lady Rowena erkundigt sich nach einem Ritter (sie meint Ivanhoe), der zusammen mit Richard in der Schlacht von Acre Bois-Guilbert und de Bracy geschlagen hat. König Richard hat fünf seiner Ritter in den Kampf geführt, und unter den Unterlegenen der Gegenseite waren die beiden anwesenden Normannen. Einer von Richards Angelsachsen erwies sich als besonders guter Kämpfer, Wilfred von Ivanhoe. Keiner der Normannen hat je Ivanhoes Gesicht gesehen. Bois-Guilbert bezeichnet ihn als Feigling, weil er zusammen mit Richard verschwand. Trotzig verlangt daraufhin Lady Rowena von den Normannen, auf Ivanhoes Ritterehre zu trinken. Es dauert eine ganze Weile, bis die Ritter der Dame zu Willen sind. Die Normannen erfahren, dass Cedric Ivanhoe nicht mehr als Sohn ansieht, weil der gegen den Willen des Vaters ins Heilige Land zog.
Ivanhoe entschließt sich innerlich, den Normannen im Turnier zu begegnen. Sie ahnen nichts.
Ivanhoe lässt Cedric zu sich bitten, lüftet sein Inkognito und berichtet von Richards Lage. Er bittet Cedric, seinen Teil des Lösegeldes zu zahlen, zumal niemand in England 150.000 Silbermark aufbringen kann. Cedric will nicht und verlangt sogar, dass Ivanhoe das Haus verlässt. Ivanhoe entschließt sich, den Normannen im Turnier zu begegnen. Wamba möchte Ivanhoe unbedingt begleiten und wird von ihm zum Knappen ernannt. Zwei normannische Kriegsknechte nähern sich dem schlafenden Isaac von York in der Absicht, ihn zu überfallen und zu bestehlen. Er erwacht und wehrt sich. Ivanhoe und Wamba kommen hinzu und prügeln die Räuber zusammen. Dann nehmen sie sich Pferde und begleiten Isaac nach Sheffield.
Rebecca unterhält sich mit ihrem Vater Isaac, wie man Ivanhoe helfen könnte.
Isaacs Tochter Rebecca verliebt sich auf den ersten Blick in Ivanhoe und beobachtet den Ankömm-
ling durch einen Perlenvorhang in der Wohnstube des Hauses, wo ihr Vater und Ivanhoe verhandeln. Obwohl König Richard die jüdischen Tempel geplündert hat, um den Kreuzzug zu finanzieren, will er aus Dankbarkeit gegenüber Ivanhoe versuchen, die 150.000 Silbermark teilweise zusammenzube-
kommen. Ivanhoe verspricht, dass Richard dafür die Juden in England besonders beschützen wird. Isaac ist diesbezüglich jedoch Realist: "Ihr verlangt mehr, als wir geben können und versprecht mehr, als Richard halten kann."
"Ihr verlangt mehr, als wir geben können und versprecht mehr, als Richard halten kann."
Ivanhoe bittet auch noch um ein Pferd und Waffen für das Turnier, doch Isaac ist dagegen, denn das würde das Lösegeld vermindern. In der Nacht begibt sich Rebecca als Magd verkleidet zu Ivanhoe und übergibt ihm ihre eigenen Juwelen, damit er sich die gewünschte Ausrüstung zulegen kann. Vor dem Turnier entfernt Ivanhoe auch noch Wambas Halsring und befreit ihn so von der Leibeigenschaft.
Ivanhoe hört verdächtige Geräusche und stellt den vermeintlichen Räuber durch einen Dolchwurf.
Doch es ist Rebecca, die ihm ihren Privatschmuck schenken möchte für eine Turnierausrüstung.
Ivanhoe ist über das Geschenk hocherfreut, merkt aber leider nicht, dass Rebecca sehr in ihn verliebt ist.
Wamba holt Rebecca ab und geleitet sie, da er sich vortefflich auskennt, sicher in ihr Gemach.
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