
Willkommen in Kabul

 

Kabul, seit 1755 Hauptstadt Afghanistans, liegt auf etwa 1795 Metern Höhe im Safid Kuh-Gebirge vor der gewaltigen Kulisse des Hindukusch. Die Stadt beherrscht den Haupt- zugang zum Khyber-Pass nach Pakistan und war daher im Laufe ihrer Geschichte als strategisch wichtige Stadt wie als blühendes Handels- und Kultur-
zentrum von verschie- denen Mächten – u. a. Indern, Persern, Briten und Russen – immer wieder heiß um- kämpft.




Zum Darulaman-Palast


Dies ist kein Märchen aus 1001 Nacht, sondern bittere Realität. Mohammed Zahir Schah, bestieg vor 68 Jah
ren als 19 -jähriger Königssohn, den Thron von Kabul. Sein Vater, der alte König von Afghanistan, war ermor
det worden. 40 Jahre regierte der Sohn das am höchsten gelegene Königreich der Welt (6000 Meter über dem Meeresspiegel), bis er selbst ein alter König war, dessen Knochen nicht mehr so richtig wollten und ihm Schmerzen bereiteten. Kalt, sehr kalt sind die Winter in Kabul.

Die Ärzte gaben dem König den Rat, die heilenden warmen Quellen der Rheuma-Insel Ischia am Golf von Neapel aufzusuchen. Als der König anfing sich wohl zu fühlen, put- schten die Militärs in seinem Königreich (1973) und stürzten die Monarchie. Der alte König blieb im warmen Italien. Aber es gibt keine Sonne, die weder einen König noch ein anderes Staatsoberhaupt im Exil wärmen kann. Was für ein König war Mohammed Zahir Schah? Er muss ein guter und kluger König gewesen sein, denn nicht umsonst herrschte 40 Jahre Frieden in Afghanistan. Die Straßen Kabuls waren gepflastert, die Menschen gingen ins Theater, Frauen studierten an Universitäten und zeigten stolz ihre schönen Gesichter. Bunte Wimpel flatterten über dem Darulaman-Palast, wenn die Großen der Welt den König besuchten.



Der einst prachtvolle Darulaman Palast heute. Bauarbeiter sind dabei ihn wieder herzu- richten. Ob er aber je wieder so aussehen wird wie auf den Bildern oben?




Wir wollten nach dem Palastbesuch anschliessend auf den Basar. Einen Bus benötigten wir hierzu nicht, denn durch eine Seitenstrasse - siehe rechts - gelangten wir mitten hinein. (Siehe grosse "Aufnahme" oben.)



Man kann über die Afghanen sagen, was immer man auch möchte - wir lernten nur nette und gastfreundliche Menschen dort kennen. Zum alltäglichen Strassenbild gehörten auch die Panzer der dort stationierten Einheiten verschiedener Nationen. Diesen hier haben sie allerdings nicht erobert, sie durften sich lediglich einmal draufsetzen.;-)


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