Katja, die ungekrönte Kaiserin.  
Ja, es ist ein Kostümfilm, ja es geht wieder um gekrönte Häupter.
Aber dennoch ist es Romy Schneider gelungen, sich mit diesem Film
ein Stückchen von dem Zuckersüß-Image zu befreien. Die Handlung ist spannend, die Liebesgeschichte rührend, niemals verfällt der Film ins Kitschige - auch dank der grandiosen Schauspieler Curd Jürgens und natürlich Romy Schneider.
Prinzessin Katja Dolgoruki (Romy Schneider), schaut nachdenklich aus dem Internatsfenster
Herbstmanöver in Russland. Zar Alexander II. besichtigt seine Truppen. Er beschließt, den Fürsten Dolgoraki zu besuchen. Da der Schloßherr krank ist, beauftragt er seine Tochter, den Zaren zu empfangen. Alexander ist von der Schönheit der kleinen Katja überrascht. Sie unterhält sich ohne alle Scheu mit ihm und es scheint, als wäre sie von Seiner Majestät nicht son-
derlich beeindruckt...
  Grandiose Schauspieler: Curd Jürgens und Romy Schneider  
Curd Jürgens als Zar Alexander II.                    Romy Schneider als Prinzessin Katja
...Nach Jahren treffen beide wieder zusammen. Katja wurde in ein Erzieh-
ungsinstitut für junge Mädchen geschickt, das unter dem Protektorat des Zaren und der Zarin steht. Bei der Besichtigung der Anstalt erkennt er die Tochter des Fürsten wieder. Er läd sie zu einer Schlittenfahrt ein, eine Ehrung, die traditionsgemäß nur der besten Schülerin des Internats zuteil wird. Und das trifft bei Katja durchaus nicht zu.
Kurz darauf ist großer Hofball. Nach herrschender Sitte werden bei dieser Gelegenheit die neu in die Hofgesellschaft eintretenden jungen Damen der Zarenfamilie vorgestellt...Auch Katja ist unter ihnen. Alexander nimmt sich ihrer so auffälig an, dass Katja sofort die Familie und die Gesellschaft gegen sich hat... Sie muss sich heimlich mit dem Zaren treffen, der sich für diese Zusammenkünfte jede Bewachung verbittet.
Katja kniet vor dem Zar und der Zarin
Obwohl noch verheiratet, verliebt sich der Herrscher in die junge Adlige. Um seine Liebe nicht weiterhin verstecken zu müssen, eröffnet der Zar mit Katja den jährlichen Hofball im Winterpalais. Allerdings verschlimmert das die Situation und die Prinzessin muss für einige Zeit ins Exil nach Paris. Während Katja in Paris weilt, wird Alexander II. der den Ruf eines Volksfreundes hat, immer öfter das Ziel von Anschlägen. Deswegen holt er seine Geliebte an den Hof in St. Petersburg zurück.
Noch tanzt der Zar unbeschwert mit seiner Geliebten
Der Zar und Polizeipräsident Potapoff.
Potapoff, der Polizeipräsident, teilt sowohl Katja als auch dem Zaren seine Befürchtungen mit. Er erklärt, dass er unter diesen Umständen keine Ga-
rantie für das Leben des Zaren übernehmen kann. Hier teilt er seine Sorge um Seine Majestät persönlich mit und zeigt ihm auch, was die Zeitungen schreiben und was der Adel von seinen Reformen hält.
Der russische Adel rebelliert. Man sieht in Katja die Urheberin der neuen Gesetze und der Widerstand gegen sie wächst von Tag zu Tag.
Voller Schrecken erkennt Katja, dass jedes heimliche Beisammensein das Schicksal ihres Lebens besiegeln kann. Sie flieht nach Paris. Doch auch hier treffen sie wieder zusammen, als Alexander auf Einladung Napoleons III. die Weltausstellung besucht. Seine Liebe zu Katja ist stärker denn je und er nimmt sie mit nach St. Petersburg zurück. Katjas Einfluss auf den Zaren wird immer größer. Er trifft etliche Reformmaßnahmen , die die Lage des russi- schen Volkes erleichtern sollen. Der Hof rebelliert. Man sieht in Katja die Urheberin der neuen Gesetze und der Widerstand gegen sie wächst von Tag zu Tag.
Katja kehrt nach Paris zurück, der Zar fiel einem Attentat zum Opfer.
Die Unruhe erreicht ihren Höhepunkt, als Alexander nach dem Tode seiner Gemahlin den Ministern erklärt, dass er gewillt ist, Katja zur Zarin zu machen. Am Tage vor der festgesetzten Hochzeit wird Alexander ermordet. Ein Federstrich seines Nachfolgers hebt alle Reformen wieder auf. Und Katja verlässt zu zweitenmal ihre russische Heimat, das Land ihrer Jugend und ihrer großen Liebe.
Bestattungszeremonie für den ermordeten Zar Alexander II.
Bestattungszeremonie für den ermordeten Zaren Alexander II.