Einfahrt der Liberty in den Hafen von Manila

Unser Einreisestempel, welchen wir am nächsten Morgen erhielten, erlaubte uns 21 Tage Aufenthalt auf den Philippinen. Solange konnten wir natürlich nicht bleiben, denn unser Schiff blieb nur 2 Tage und Nächte im Hafen. Aber die philippinischen Behörden stellen solche Aufenthalte grundsätzlich aus.

Andoggen am Pier. Aber niemand durfte von Bord. Erst am nächsten Tag sollten die Passbehörden an Bord kommen und Visas ausstellen können. Das Schiff würde eh für 2 Tage und Nächte im Hafen von Manila ankern.

          Manila ist wie ein Edelstein,   
             herzliche Freundlichkeit
        aufrichtige Gastfreundschaft. 
  

Wir waren schon sehr früh unterwegs.Gleich nachdem wir die Einreiseformailtäten auf dem Schiff hinter uns hatten zogen wir los. Das Wetter war angenehmn warm - trotz der frühen Stunde.

Seltsam, am Hafen selbst war kein einziges Taxi zu sehen, obgleich die doch vom Geld der Touristen leben. Dann fanden wir des Rätsels Lösung: Man musste nur um die Ecke ge-
hen und da standen sie. Sowohl die Taxis als auch die bekannten Jeepneys. Jeepneys ent-
stehen wenn man einen Militär-Jeep der Amis mit einem Bus kreuzt. Sie sind das Haupt-
transportmittel für Personen und Lasten auf den Philippinen. Man steigt hinten ein und auch wieder aus. Hinten links und rechts befindet sich je eine lange Sitzbank auf der man Platz nehmen kann. Reicht dieser nicht aus kann man selbstverständlich auch auf das Dach steigen oder auf der hinteren Platform 'surfen'. Eine Fahrt kostet je nach Entfernung zwischen vier und zehn Peso (ca. 10 Euro Cent). Mittlerweile werden sie massenhaft in einer den hiesigen Verhältnissen angepassten, längeren Version gebaut und dienen als Kurz- und Mittelstreckensammeltaxis. Viele von ihnen sind wie Christbäume mit Lampen, Hupen, Spiegeln, Wimpeln, Abzeichen, Schriftzügen, Glaubensbekenntnissen, Musik und und ... und viel Chrom aufgepeppt. Wir fuhren auch mal mit so einem Jeepney, denn man muss alles einmal mitgemacht haben. (Bild unten rechts und weiter unten links) 

Man musste ein ganz schönes Stück am Hafenkai entlang laufen, bis man ein Taxi fand.Natürlich gab es dann Taxis zu sehen, aber auch die bekannten Jeepney's. Das wollten wir auch mal mitmachen. *lol*

Doch je näher wir der Innenstadt Manilas kamen, desto mühsamer und langsamer wurde die Fahrt. Hier scheint es weder Verkehrsregeln noch Fahrbahnspuren zu geben. Alles schiebt und drängt sich hupend kreuz und quer zum perfekten Chaos zusammen - bis plötzlich nichts mehr geht. Jeder Quadratzentimeter Kreuzung scheint mit ineinander ver-
keilten Fahrzeugen, meist Jeepneys oder Tricycles ausgefüllt zu sein.

Fahrt im JeepVerkehrschaos

Es gilt das Recht des Größeren oder Dreisteren. Für die wenigen Kilometer zwischen Ha-
fen und Stadtmitte brauchte der Bus mehr als eine Stunde. Jeanette und ich stellten fest, dass die Stadtmitte in Sichtweite lag, weshalb wir den Bus verließen, denn wir würden wahrscheinlich schneller zu Fuß über die Fahrbahnen in die Innenstadt gelangen, als mit diesem Vehikel. Manila ist ein Moloch, die gesamte Stadt in eine einzige Abgaswolke ge-
hüllt. Ähnlich wie in Bangkok halten viele Menschen Tücher vor Mund und Nase ge -
presst, um dem Gestank und den Qualmwolken der knatternden Zweitaktmotoren zu ent-
fliehen. Doch statt thailändischer Gelassenheit spüren wir hier hitziges Temperament - eine Folge des Jahrhunderte langen spanisch- mexikanischen Einflusses? Wer vermag es zu sagen?

Nun aber in die Stadtmitte

Uii, man sollte sich tatsächlich ein Tuch vor den Mund halten...Den Philippinos schien dieser Gestank schon nichts mehr auszumachen.

Manila Stadt umfasst gerade einmal 38 Quadratkilometer. Sie ist eine von 13 Städten und 4 Stadtgemeinden, die zusammen Metro Manila bilden. In der Metropolregion leben rund elf Millionen Einwohnerinnen und Einwohner, damit belegt Metro Manila Rang 19 der bevölkerungsreichsten urbanen Agglomerationen weltweit. 13 Prozent der Bevölkerung der Philippinen leben in Metro Manila, das mit 636 Quadratkilometern wiederum gerade einmal 0,21 Prozent der gesamten Landmasse des Inselstaats ausmacht.
Die andere Seite Manilas: Das Stadtbild von Metro Manila prägen Inseln von Luxus und Wohlstand neben ausufernden Slumvierteln. Und die Megastadt ist auch bekannt für ihre Müllsammler. Tausende Menschen suchen täglich die Abfallberge nach Pappe, Blechdo-
sen, Flaschen und Metallteilen ab. Sie suchen nach allem, was in irgendeiner Form ver -
wertbar ist. Das kann bis zu zwei Euro pro Tag einbringen, oft ist es jedoch weniger. Doch der Müllberg ist nicht nur Existenzgrundlage. Viele Müllsammler errichten ihre Hütten direkt an den Abhängen der Deponien. In Payatas, in Quezon City, findet sich einer der größten Müllberge der Metropole: Tausende Familien leben dort am und vom Müll.

Eine von vielen Muelldeponien in Payat.Auf der einen Seite Luxus pur und auf der anderen Seite Armut pur. Soweit zum Thema Gerechtigkeit...

Manila ist eine der facettenreichsten Städte Asiens. Bereits vor der Ankunft der Spanier im 16. Jahrhundert gab es sie, damals noch unter dem Namen Maynilad, benannt nach einer weiß blühenden Mangrovenpflanze. Schon im Jahre 1571 machte man sie zur Haupt-
stadt der Philippinen. 1975 wurde durch den Zusammenschluss von 17 Städten aus der Großstadt die Metropole Manila, kurz Metro Manila. An die 12 Millionen Menschen sind hier zu Hause. Manila liegt in Zentral-Luzon und ist von malerischen Vulkanlandschaften, immergrünem Tropenwald, einer riesigen Lagune und dem Ozean umgeben – eine schil-
lernde Weltstadt umgeben von herrlicher Natur.

Natürlich war die Villa hier Privatbesitz, doch wir wollten mal den Kontrast zeigen.Quezon City. Wie immer: In der Innenstadt alles sauber und am Rande der Stadt die Slums, die niemand sehen soll...

In der Hidalgo Street in Quiapo

Was die Stadt so außergewöhnlich und reizvoll macht, sind ihre Gegensätze. Manilas weltberühmte historische Stätten und monumentale Bauten sind europäisch geprägt und von bezauberndem Charme. Man findet sie vor allem im alten Kern der Hauptstadt, in Manila City. Das zweite Gesicht der Metropole hat faszinierende postmoderne und futu-
ristische Züge und trägt den Namen Makati. Makati ist Vorreiter in Sachen Trend und Lifestyle. Prachtvolle Boulevards, riesige Shopping-Malls und Wolkenkratzer, die den Erfolg der hier ansässigen Geschäfts- und Finanzwelt symbolisieren, erinnern an eine amerikanische Großstadt. Die asiatische Seele der Stadt zeigt sich besonders eindrücklich in Chinatown.

Die Makati-Skyline

Manila ist wie ein Edelstein, der in verschiedenen Farben schimmert und sie doch alle harmonisch in sich vereint. Nicht zuletzt sind es aber auch die Menschen, die neben allen Facetten und Gegensätzen, der Stadt so viel Anziehungskraft verleihen. Ihre herzliche Freundlichkeit und aufrichtige Gastfreundschaft werden auch Ihnen vom ersten Tag an das Gefühl geben, sehr willkommen zu sein.

Iglesia-Manila-Quiapo.

Quiapo ist ein Stadtteil von Manila City und berühmt für seine vielen Geschäfte in denen man besonders günstig elektronische Artikel und Handwerkskunst erstehen kann. Das Herz von Quiapo ist die Plaza Miranda, ein altehrwürdiger, öffentlicher Platz vor der Quiapo Church, der für vielfältige politische, soziale und kulturelle Events genutzt wird. Die prächtige Quiapo-Kirche, auch St. John the Baptist Church genannt, wurde berühmt durch den "Black Nazarene", einem 400 Jahre alten Kruzifix aus schwarzem Holz. Viele Katholiken kommen täglich in die Kirche, um hier zu beten.

Also irgendwie musste sie ihm gefallen haben, denn das war jetzt schon das zweite Mal wo uns die Polizisten folgten. Aber diesmal schaute sie ihn auch grinsend an.

My Lady hatten sich fein herausgeputzt, oh la la. Sonst waren wir fast immer die letzten im Speisesaal *grins*, heute schienen wir die ersten zu sein. Nun ja, viele waren sicher noch in der Stadt unterwegs.Ein Hotel benötigten wir keines, denn wir hatten ja unser Hotelzimmer an Bord :-).

Weiter durch die Stadt mit Bummel durch Manilas China-Town. 

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