Schon sehr früh am Morgen machten wir uns von der Liberty auf um mit der U-Bahn nach Seoul zu fahren.

Schon sehr früh am Morgen machten wir uns auf um mit der U Bahn nach Seoul zu fahren. Die Einsteigstation wussten wir ja von gestern noch. Allerding: Wir hatten nicht gewusst, dass wir uns doch ein Taxi nehmen mussten, denn die U-Bahn Station lag in der Nähe des Incheon International Airport. Also rein ins Taxi und raus zum Airport. Die Weltstadt Seoul befindet sich ungefähr 60 km vom Flughafen entfernt und war zuvor nur mit der 40 Km langen, aber mautpflichten Autobahn Verbunden. (Gilt allerdings heute noch). Heute kann man sowohl mit der U-Bahn als auch mit dem Taxi nach Seoul gelangen.  

   Mit der U Bahn von Incheon 
    in die Hauptstadt Seoul 
  

Im Incheon-Airport. Die U-Bahnstation befand sich direkt im Flughafen.

Genau wie alle anderen mussten wir auf das Eintreffen der U-Bahn warten. Die U-Bahn Seoul ist das Metrosystem der koreanischen Stadt Seoul und ist mit ca. 2,3 Milliarden Fahrgästen jährlich eins der am stärksten in Anspruch genommenen U-Bahnsysteme der Welt. Sie wird von 3 verschiedenen Gesellschaften betrieben. Der Preis für die Fahrt ergibt sich aus der Entfernung (in der Innenstadt immer 1.000 Won) und zu diesem Preis muss ein Ticket erstanden werden. Das Ticket wird beim Betreten der U-Bahn entwertet (am Drehkreuz) und muss beim Verlassen wieder in den Automaten eingeführt werden.

Warten auf das Eintreffen der U-Bahn nach Seoul

   Erster Tag in Seoul   

Ankunft in Seoul.

Seoul ist die Hauptstadt Südkoreas. Vom 29. November 1394 bis zur Teilung des Landes 1948 war sie die Hauptstadt ganz Koreas. Auch die Verfassung Nordkoreas sah Seoul als Hauptstadt vor, eine Verfassungsänderung erhob jedoch im Dezember 1972 Pjöngjang zur Hauptstadt der KDVR, deren Führung dort nach dem Zweiten Weltkrieg einen provisori-
schen Regierungssitz eingerichtet hatte.

Mitten in Seoul.

Die Gegend in der wir waren nennt sich Namdaemun.

In diesem Gewühl sind auch wir 'untergegangen'.Hier laufen wir in Richtung Markt.

   Auf dem Namdaemun Markt   

Das war zwar etwas für Jeanette, aber nicht für mich, obgleich auch sie nicht jeden Tand kaufen würde.

Die eigentliche Stadt Seoul hat 10,9 Millionen Einwohner, in der Metropolregion Seoul die oft als Sudogwon bezeichnet wird, zu der unter anderem die Millionenstädte Incheon und Suwon zählen, leben über 23 Millionen Menschen. Damit konzentrieren sich rund 43 Pro-
zent aller Südkoreaner in Seoul oder dessen Satellitenstädten. Die Seouler Metropolre-
gion Sudogwon gilt als einer der größten Ballungsräume der Welt nach Tokio-Yokohama. Die Abstände zu Mexiko-Stadt, New York und São Paulo sind aber nur gering, außerdem sollten Probleme wie die mangelnde Vergleichbarkeit bei der Abgrenzung der Agglome-
rationen und unterschiedlich genaue und aktuelle Basisdaten beachtet werden.

Ah ja, Obst und Gemüse. Zwar sehr gesund, aber man sollte aufpassen: Nicht alles ist so hygienisch wie wir es in Europa gewöhnt sind.

Der größte Markt in ganz Korea ist der Dongdaemun-Markt (zu dem wir noch kommen werden) am alten Osttor, dem Dongdaemun. Der farbenprächtige Basar zieht sich über zehn Blocks hin. Von Haushaltswaren oder Elektroartikel, Schuhen und Kleidung bis zu Möbeln, kann hier alles erstanden werden. Ein weiterer bedeutender Markt in Seoul ist der Namdaemun Sijang (Großer Südtormarkt), der sich im Osten des Südtores erstreckt auf dem wir uns gerade befanden. Ein weiteres Highlight ist der Spezialitäten Markt in Namdaemun. Dort kann man mit vielen Frühaufstehern authentische koreanische Speisen genießen und das ein oder andere Mitbringsel kaufen.

Kleider,Kleider und nochmals Kleider. Selbst Jeanette kaufte sich einen koreanischen Morgenmantel.:-)

Neben den vielen Märkten bietet Seoul auch die Möglichkeit in den zahlreichen Kaufhäu-
sern und Geschäftsstraßen einzukaufen. An der Namdaemundo findet man direkt gegen-
über dem Eingang nach Myongdong rechts Midop'a und links Lotte. Die Straße hinauf liegt Sinsegye, gegenüber der Bank von Korea. In der Samil-no, in der Nähe des Cheong-
gyecheon, steht das Kaufhaus Printemps. Eine gute Einkaufsmöglichkeit für Antiquitäten und traditionelle Mitbringsel bietet der Stadtteil Insa-dong.

   Auf dem größten Markt in ganz Korea: Dem Dongdaemun-Markt   

Durch die Strassen des Dongdaemun-Markts.

Auf dem größten Markt in ganz Korea. So verlockend die Speisen auch sind, man sollte vorsichtig sein. Vor allem bei Fisch und Fleischwaren, aber auch bei Gemüsearten die dort zubereitet werden.

Jeanette betrachtet interessiert was der Händler anzubieten hatte.

Der Dongdaemun Markt ist wohl einer der interessantesten Orte in Seoul. Er ist unbe -
schreiblich gross und man bekommt fast alles, vor allem aber Textilien. Es gibt Verkaufs-
stände an der Strasse, einen als "Flohmarkt" betitelen Abschnitt im alten Stadium, diver-
se riesige Shopping-Malls mit hunderten Einzelhändlern für trendige Klamotten und diver-
ses anderes Zeugs. Man muss ihn wirklich selbst einmal erlebt haben.

Ja Mädchen, schau nur, wir sind nicht von hier :-)

Das Hûng-injimun (Osttor) ist das orginale Osttor der alten Stadtmauern von Seoul.

Ursprünglich war die ganze Stadt von einer massiven etwa sechs Meter hohen Schutzmau-
er umgeben. Diese Umfriedung diente zur Sicherheit der Bürger vor wilden Tieren wie dem Tiger. Der Sibirische Tiger war einst in Korea weit verbreitet. Die Mauer schützte auch vor Dieben, Vagabunden und Angriffen. Die Mauer steht heute nur noch teilweise auf Hügeln im Norden und im Süden der Stadt. Die Stadttore sind hingegen erhalten. Zwei der Tore, Sungnyemun (häufig Namdaemun genannt) und Dongdaemun, sind weitläufig bekannt. Während der Joseon-Dynastie wurde jedes Tor täglich geöffnet und geschlossen. Eine laute Glocke wurde geläutet um dies zu signalisieren.

   Bummel durch Insadong und Myeongdong   

Nein, nicht dass in Korea die Schweinegrippe ausgebrochen wäre - die Bürger schützen sich nur vor dem Smog der Abgase

Insadong ist ein Dorf inmitten von Seoul, irgendwo zwischen touristischer Inszenierung und tatsächlicher Tradition. Am Wochenende ist das ganze Viertel eine einzige Fußgän-
gerzone. Das übliche lärmende Verkehrschaos will nicht so recht in das romantische Bild koreanischer Kultur passen. Stattdessen sind die kopfsteingepflasterten Straßen gesäumt von steinernen Figuren und wassergefüllten kleine Wannen in denen tatsächlich Goldfi-
sche und Seerosen dahinvegetieren.

Ein belebtes Viertel, obgleich ja Insadong nur ein 'Dorf'seo.

Naja, schauen kann man ja mal um zu sehen was da angeboten wird

Langsam näherte sich schon der Abend, doch wollten wir wenigstens noch Myeong-don sehen. An ein Zurück zur Liberty war heute nicht mehr zu denken, was aber auch nicht schlimm gewesen ist, denn wir hatten ja noch den ganzen nächsten Tag bis 23 Uhr Zeit. So wollten wir uns nach dem Bummel durch Myeong-don für ein Hotel umsehen für eine Nacht. Dazu fehlte uns aber die Nachtbekleidung. "Das ist doch kein Problem", meinte Jeanette, "wir schlafen dann halt mal in der Unterwäsche.:-) Oh la la, ging es mir durch den Kopf...aber dazu sagte ich nichts,  lediglich soviel, daß wir am anderen Tag wieder mit den gleichen Klamotten rumlaufen würden die ja durch den heutigen Tag verschwitzt waren. "Dann kaufen wir uns eben etwas Neues!" sagte my Lady. Sprachs und steuerte mit mir ein Bekleidungsgeschäft an.  

Der direkte Weg zum Myeong-dong Eingang

Nach etwa drei Stunden hatten wir genug von diesem zwar schönen aber kleinen China- town in Koreas Incheon und kehrten zum Hafen zurück. Natürlich hatten wir mehr gese- hen als nur Chinatown, sonst hätte sich der Tag in Incheon ja nicht gelohnt.

Ein einziges Gedränge aussehalb und innerhalb des Modegeschäfts.

Dem Gedränge konnten wir zwar nicht "entfliehen", aber wir konnten uns durchkämpfen bis wir ein wirklich gutes und für Jeanettes Ansprüche passendes Geschäft fanden. Oh ja, my Lady waren, was Klamotten anbetraf, wirklich anspruchsvoll. Wobei sie nicht nur an sich dachte, sondern auch an mich. Ich war schließlich ihr Ehemann und sie hatte mich unheimlich lieb.  Wir ließen uns die Telefonnummer des Geschäfts geben, da wir unsere bisherige Kleidung nicht mehr mitnehmen wollten, sondern diese ins Hotel bringen ließen, welches wir erst noch suchen mussten und auch fanden.

Mit neuen Klamotten verließen wir das Geschäft.

Wir mussten nicht lange suchen nach einem Hotel, die gibt es zur Genüge. :-)

Im Eingang zum Hotel mit den neuen Klamotten :-)Schade um das schöne Zimmer und das nur für eine einzige Nacht.:-( Aber meiner Lady war das so ziemlich egal. Sie war Luxus gewohnt - sie kannte es eben nicht anders

Weiter zum nächsten Tag in der Hauptstadt Seoul. 

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