Heute mussten wir, ob wir wollten oder nicht, früh aufstehen.

Heute mussten wir, ob wir wollten oder nicht, früh aufstehen, denn wir wollten erstens noch etwas von Macao sehen und zweitens mussten wir ja wieder zurück nach Hongkong. Dort mussten wir spätestens um 22 Uhr auf der Liberty sein, sonst würde diese ohne uns ab-
fahren. Nun, schön begann der Tag nicht, was das Wetter anbetraf, aber man kann ja aus allem das Beste machen. Zumindest hat es nicht geregnet, wie gestern.
 

Allmählich klarte der Himmel auf, so dass es Freude machte zu bummeln

              Macao:
       Letzter Tag und 
 Rückfahrt nach Hongkong  

Man sagt, wer nur einen Tag lang Sehenswürdigkeiten abhakt und dann nach Hongkong zurückeilt, wird den morbiden Zauber Macaos nie ergründen. Zwei Tage sollten das Mini-
mum sein: Nun, wir waren eineinhalb Tage und eine Nacht dort und wir genossen die At-
mosphäre Macaos. Alles was wir bis jetzt besichtigt hatten ließen am zweiten Tag auf uns wirken...

In derAvenida de Almeida Ribeiro

Wie Rom und Lissabon wurde Macao auf sieben Hügeln erbaut. Auf dem höchsten befin-
det sich das Fort da Guia, von dem aus die Portugiesen ihre Besitzungen erfolgreich gegen Flottenangriffe verteidigten. Aber das hatten wir gestern schon besichtigt. Heute wollten wir zum Lin Tong Mieu Tempel.

Vor dem Lin Tong Mieu Tempel

Besuch des Kun Lam Tempels.

Alter chinesischer Tempel

Und wenn wir schon mal da waren wollten wir auch den Grenzübergang von Macao nach China sehen.

Im Vergleich zu Hongkong ist es viel ruhiger hier, man kann fast sagen, es ist gemütlich. Selbst hier am Grenzübergang zur Volksrepublik China. 435 Jahre alte Geschichte, das ist das touristische Kapital Macaos. Allerdings ist der erste Eindruck eher enttäuschend. Von den einstigen prachtvollen Kolonialgebäuden blättert der Putz, die dekorativen Fassaden bröckeln, die Chinesenhäuser muten "verlottert" an und mittendrin ein paar hässliche Wolkenkratzer. Dennoch es geht hier lässig und beschaulich zu. Auf den zweiten Blick findet man auch Macaos Reize.

Nun war es aber Zeit nach Hongkong zurückzukehren.Zurück auf der Liberty.

Obwohl wir noch genügend Zeit hatten, (die Liberty fuhr erst am Abend 23 Uhr von Hong-
kong nach Schanghai, aber man musste sich schon um 22:00 an Bord melden, damit sich auch ja alle Passagiere an Bord befanden), unternahmen wir nach dem Dinner noch einen Bummel durch den botanischen Garten der Stadt: Es war ja erst mal 14 Uhr am Nachmit-
tag und damit noch 8 Stunden Zeit. Das reichte, um noch einiges zu sehen. Vor allem den eben erwähnten botanischen Garten.

Eine Stadt wächst in die Höhe

Eine Stadt wächst in die Höhe.

Als im Jahr 1949 der chinesische Bürgerkrieg mit der Ausrufung der Volksrepublik China endete, begann eine große Migrationswelle aus China in die damalige britische Kronko-
lonie Hongkong. Die zumeist mittellosen Migranten siedelten sich in großen Gebieten mit Hütten aus Holz und Blech an, die im ganzen Territorium verstreut entstanden. Die Si-
cherheits - und Hygienebedingungen waren katastrophal, und es kam immer wieder zu Bränden. Nachdem ein Brand, der zu Weihnachten 1953 in Shek Kip Mei (nördliches Kowloon) ausbrach, mehrere Tage wütete und etwa 55.000 Menschen obdachlos machte, entschied die Kolonialverwaltung, die Hüttenbewohner in mehrstöckige Betonhäuser um-
zusiedeln, um sowohl den Brandschutz als auch die hygienischen Bedingungen zu verbessern.

Wie immer: Frauen überlegen oft was sie anziehen sollen obgleich ihr Kleiderschrank vollgestopft mit Kleidern, Röcken oder Hosenanzügen ist.

Unterwegs in den botanischen Garten

Jeanette und ich im Botanischen Garten Hongkongs

Eine Oase der Ruhe im hektischen Central District sind der zoologische und der botani-
sche Garten, die bereits 1864 gegründet und im Laufe der Zeit erweitert wurden. Die Hong Konger schätzen diese Anlage aber auch als Trainingsgelände für ihre morgendli-
chen Tai Chi-Übungen. Der Zoologische Garten beherbergt eine der umfangreichsten Vo-
gelsammlungen Asiens, vor allem rosa Flamingos, Ibisse und seltene Pfauenarten sind bei den Besuchern beliebt. Doch er werden hier auch verschiedenen Affenarten, Raubtiere und bedrohte Tierarten gehalten. Im Botanischen Garten sind viele tropische und subtro-
pische Pflanzenarten zu bewundern.

Im zoologischen GartenIm Zoologischen und Botanischen Garten kann man schon fast vergessen, dass nur ein paar hundert Meter entfernt eine Großstadt pulsiert.

Den öffentlichen Hong Kong Park gibt es noch gar nicht so lange. Erst 1991 wurde der kleine Park mitten in Cental in einer "Baulücke" eröffnet. Er ist wirklich gelungen und wartet mit vielen kleinen Überraschungen auf: begehbare Vogelvolieren, Biotope, Was -
serfälle, reizvolle Brücken, Hochwege durch die Bäume und sogar ein kleiner Aussichts-
turm bieten ein immer wieder faszinierendes Bild.

Ein sehr schön angelegter Zoologischer Garten in Hongkong

Die meisten verbinden mit Hong Kong nur die Insel gleichen Namens und vergessen hier-
bei, dass das Gebiet aus insgesamt 236 Inseln, Kowloon und den "New Territories" be -
steht. Die Cat Street. (Bild unten)

In der Cat Street.

Cat Street Galleries: Früher wurde in den kleinen Straßen und Gassen zwischen Queens Road und Hollywood Road alles mögliche verkauft, manchmal auch Diebesgut, das kurz vorher gestohlen worden war - daher die zweite Bezeichnung "Diebesmarkt". Neben tra-
ditionellen kleinen Läden mit allerlei Krimskrams, Antiquitäten, Porzellan und Holzarbei-
ten sind in der Zwischenzeit auch mehrere neue Gebäude und die Cat Street Galleries er-
richtet worden, denen jedoch der Charme des traditionellen Straßenladens fehlt.

Trödel und anderes Allerlei in der Cat StreetImmer noch in der Cat Street

Allmählich wurde es uns zu voll und wir verließen die Cat StreetWir verlassen die Cat Street

Wie ihr Name schon sagt, ist die Ladder Street eine Treppenstraße, die von der tiefer lie-
genden Hollywood Road bis fast hinauf zur Chaine Road führt. Entlang der Treppen sind viele traditionelle Handwerksläden angesiedelt, in denen man so manches Interessante finden kann. (Bild unten)

Die Ladder Street. Eine lange Strasse voller Treppen

Hollywood Road und Upper Lascar Row (auch "Cat Street" genannt) auf Hong Kong Is-
land sind ein absolutes "Muss" und die wollten wir auch nicht versäumen. Dicht an dicht reihen sich hier die Antiquitätenläden sowie ein Straßenflohmarkt mit allerlei Kuriositä-
ten. Genau der richtige Platz um ein besonderes Andenken oder Geschenk zu erwerben. Möbel aus der Ming-Dynastie werden hier ebenso wie Lotuslampen, Mao-Abzeichen und altertümliche Riechflaschchen verkauft. Ein paar Meter unterhalb befinden sich die Stras-
senstände der Ladder Street. Besonders Schnäppchenjäger kommen hier auf ihre Kosten. Handeln ist absolut erwünscht und trägt zum Einkaufsspaß bei.

Endlich ging es dem Ende der Stufen zuGottseidank: Wir waren endlich unten.

Vor dem Man Mo Tempel

Im weihrauchverhüllten Man Mo Tempel

Ganz in der Nähe steht der gern fotografierte Hong Kong Man Mo Temple, der die Göt-
ter der Literatur (Man) und des Krieges (Mo) ehrt. Der Tempel befindet sich auf halber Strecke entlang Hollywood Road. Ein Besuch des ruhigen, weihrauchverhüllten Inneren stellt einen wohltuenden Kontrast zu den lebendigen Straßen dar. Sehenswert sind die rie-
sigen Räucherspiralen, die von der Decke hängen. Bild oben und unten.

Mittlerweile neigte sich der Tag fast dem Ende zu. Soll heissen, dass die Abende hier schneller dunkel werden als im Westen, schließlich geht im Osten die Sonne auf und von daher wird es auch früher dunkel

Nun mussten wir uns aber sputen, denn wer den Verkehr in Hongkong kennt weiß, wie lange es dauern kann durch die Stadt zu kommen. Es war mittlerweile schon etwas nach 20:00 Uhr geworden und spätestens gegen 22:00 Uhr mussten wir auf der Liberty sein, was wir gottseidank rechtzeitig geschafft hatten. 

Pünktlich stach die Liberty in See. Goodbye Hongkong - bis irgendwann einmal wieder:-)

Unsere Kreuzfahrt führt uns weiter nach Shanghai. 

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