Nach dem Ablegen gingen wir noch bei einem Drink an Deck spazieren. Wir waren alleine, denn die meisten Passagiere befanden sich im Casino oder im Tanzsaal.

Die Ziele, die vor uns lagen, hielten einiges bereit: Brunei, wie schon gesehen, jetzt auf der Fahrt nach Manila, dann Hongkong, Shanghai, Soul, Tokio, Mikronesien, Sidney, Tonga-Inseln, Thaiti, Hawaii, durch den Panamakanal nach Jamaika. Dann folgte Havan-
na und die Bahamas, von dort zu den Bermudas. Über die Azoren gehts nach Lissabon von dort durch die Strasse von Gibraltar nach Neapel. Dann weiter durch das Mittelmeer in die Ägäis nach Athen und weiter durch den Suezkanal nach Aden im Jemen. Von dort nach Dubai. Dann folgt Mumbay - das ehemaligen Bombay. Über die Malediven, gings nach Bangkok und über Kuala Lumpur zur Anfangs und Endstation Singapur, zu welcher wir allerdings nicht mehr mitfuhren, denn wir verließen die Liberty in Athen und flogen zurück nach Helsinki.
 

Nun waren auch wir mal im Casino. My Lady im schicken Abendkleid, oh la la

Abendliches Entertainment erlebt man in einer der ansprechenden Bars bei Livemusik oder im Casino. Natürlich auch beim internationalen Showprogramm in der Show Lounge. Wir entschieden uns erst einmal für einen Deckspaziergang unn besuchten später das Bordcasino. Danach versuchten wir das Tanzbein zu schwingen. Aber wir blieben nicht sehr lange, sondern begaben uns nach zwei Stunden in unsere Kabine. Wir wollten aus-
geruht sein für den kommenden Tag, wenngleich wir eh nichts anderes vor hatten als be-
quem, um nicht zu sagen faul, auf dem Sonnendeck zu liegen oder im Pool zu schwimmen.

          Unser Schiff fuhr in die Nacht,   
  den Sonnenuntergang hinter sich lassend. 
  

Hier strapazierten wir unsere Beinmuskeln.  Musste auch mal sein, denn wie lange hatten wir schon nicht mehr getanzt. Aber wir hatten ja nichts zu versäumen. Und so spielte es auch keine Rolle wann wir ins Bett gingen. 

Aber nun gings ins Bett, es dämmerte ja schon der Morgen.

Dass wir am nächsten Tag zu spät zum Frühstücken kommen würden war uns klar. Es waren auch kaum noch Gäste am Büffet bzw. im Frühstücksraum. Aber das störte uns nicht und den Koch hinter der Theke auch nicht. Der lächelte nur verständnisvoll.  Und grossartig umgezogen hatten wir uns auch nicht, da wir eh nach einer guten Tasse Kaffee auf's Sonnendeck an den Pool wollten.

Herrlich, einfach herrlich auf so einem Sonnendeck: Ringsum das weite Meer, der su-
perblaue Himmel mit viel viel Sonne, Menschen die frohgelaunt sind und eifrige Bedien-
stete, die ständig nach den Wünschen der Passagiere fragten und sie bedienten. Hinter uns ein freundlicher, ältere Passagier der Jeanette zuwinkte, obgleich sie ihn gar nicht sah, denn sie hatte ihm ja den Rücken zugekehrt. Auch weiter links streckte ein Gast die Arme in die Höhe. Bis wir bemerkten, dass vor uns ein Schiffsfotograf war, der Aufnahmen machte. Wahrscheinlich für Reisebüros ?
 

Also das Mittagsessen wollten wir uns jetzt nicht entgehen lassen, nachdem wir kaum etwas gefrühstückt hatten. Im übrigen: Schwimmen im Meerwasser macht hungrig. Meer-
wasser deshalb, weil die Pools an Bord meist damit gefüllt sind. So hieß es denn umziehen, denn im Bikini oder in der Badehose in den Speisesaal zu kommen war erstens nicht er-
laubt und zweitens schickt sich das auch nicht. Das verlangt schon der Anstand. (Bild un-
ten)

Wir hatten ausgemacht, daß wir nach dem Essen wieder auf Deck gehen wollten. Aber ich war noch nicht mal umgezogen, da waren my Lady schon verschwunden. Grummel, das kam auch selten vor. Schnell zog ich mich um und suchte sie. Aber sie war nicht am Pool. Die meisten Gäste machten eh ein Nickerchen - entweder in ihren schattigen Kabinen oder auf ihren Terrassen, sofern first class gemietet war, denn nicht alle hatten eine Ter-
rasse. Nach langem Suchen fand ich sie endlich. *puh* Sie stand sinnend an der Reeling und schaute übers weite Meer.  

Was ihr wohl durch den Kopf ging beim Anblick des weiten Ozeans?

Da am Pool nicht viel los war konnten wir uns dort aufhalten ohne wie die Bratheringe nebeneinander zu liegen

Nachmittags in der etwas heißeren Sonne befanden sich weniger Sonnenanbeter auf Deck und so gingen wir hinüber an den Pool, wo nicht viele Passagiere auf den Liegestühlen wa-
ren und noch weniger im oder am Pool. Das machte uns Spaß und wir genossen diesen Nachmittag bis zur Dämmerung. My Lady lagen wirklich bequem am Pool und so konnte sie es aushalten mit der Hitze, denn erstens spendete auch das Meer Abkühlung und zwei-
tens war der Pool auch geeignet um sich Kühlung zu verschaffen. Me, also ich, sprang ab und an ins Becken, schließlich brauchte auch ich hie und da mal etwas Abkühlung.  

Jeanette und ich beim AbendessenGemütliches Beisammensein auf dem Abendeck.

Verdauungsspaziergang auf dem Abenddeck.

Mit grosser Scheinwerferbeleuchtung über das ganze Schiff ging es weiter Wir sollten am nächsten Tag Manila erreichen.

Wir waren noch nicht allzulange auf See. Wenn es hoch kam vielleicht 4 Tage - natürlich ohne den Aufenthalt in Brunei, obgleich es auch da schon am Abend weiter ging. Jeden-
falls sollten wir am nächsten Abend in Manila anlegen. Ruhig fuhr das Kreuzfahrtschiff durch die Nacht. Man merkte kaum einen Unterschied zwischen Meer und Land, so ruhig waren die Stabilisatoren dieses Luxusliners.

Zurück auf hoher See    Eintreffen in Manila