Ritter Manfred erzählt aus seiner reichhaltigen Bibliothek!
Doch da mischte sich in den jubelnden Bei-fall der Zuschauer eine Stimme, die sie wie giftiger Schlangenbiß traf: ,"Wie kann man denn einen Ritter mit Lob und Preis erhe -ben, wenn man nicht einmal seine Herkunft weiß? Jeder hochgeborene Mann nennt mit Stolz seines Vaters Namen. Nur wer von dunkler Abstammung ist, verheimlicht sie!" Elsa blickte sich um und erkannte eine Rit-terdame, die einst zum Freundeskreis des Grafen Telramund gehört hatte. "Und wer et-was zu verheimlichen hat, von dem darf man Böses argwöhnen", fuhr die giftige Stimme fort. "Sollte der geheimnisvolle Lohengrin, der sich zu unserm Herzog gemacht hat, etwa mit dem Teufel verbündet sein?" Soeben klang Jubel über den Festplatz hin, denn wieder hatte der unüberwindliche Lohengrin seinen Turniergegner in den Sand gesetzt. Doch Elsa konnte sich nicht dagegen wehren, daß ihre Augen von Tränen schimmerten, als der Ge -mahl ihr in strahlender Freude entgegentrat.