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Schloss Linderhof
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Schloss Linderhof auch "Königliche Villa" genannt, liegt im Graswangtal bei Oberammergau. Es wurde von 1874 bis 1878 unter König Ludwig II. anstelle des so genannten Königshäuschens seines Vaters Max II. erbaut. Zunächst begann Ludwig II. damit, dass er das Königshäuschen, in dem er oft mit seinem Vater Maximilian II. während Jagdausflügen weilte, nach seinen Vorstellungen ab 1869 von Architekt Georg von Dollmann umbau-
en ließ. Schon ein Jahr später ließ er es um den Ostflügel des heutigen Schlosses erweitern. Der Ostflügel war damals zunächst als Einzelstück gedacht, es war noch kein Anbau geplant.

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Wir waren die letzten die gingen. DividerDivider
Dies bestand jedoch nur bis 1871: In diesem Jahr wurde der Westflügel und das königliche Schlafzimmer als Verbindungsstück geplant und gebaut. Das Schlafzimmer ist an das Schlafzimmer des französischen Sonnenkönigs angelehnt: Auch hier findet man eine Abtrennung des Bettteils vom Rest vom Raum, was erlauben würde die erste und letzte Audienz eines Tages am Bett zu halten, wie es der Sonnenkönig tat. Zu Ludwigs – des Bayern – Zeiten war diese Vision jedoch passé: Der König hatte kaum noch eine politische Bedeutung.
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Das königliche Schlafzimmer
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In diesem Bett schlief Ludwig am häufigsten, da er sich auf Linderhof am meisten aufhielt.
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In einem der prunkvollen Innenräume
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In Folge des Umbaus sah das Schloss etwa U-förmig aus, dank einer Trep-
pe zum Innenhof vom Westflügel konnte man es nun auch betreten, ohne vorher das Königshäuschen betreten zu müssen. Obwohl es dadurch bereits unnötig war, ließ Ludwig es noch nicht abreißen, da er einen hohen emotio-
nalen Bezug zu dem Gebäude hatte. Es wurde damals noch als Holzhaus auf Steinsockel gebaut, diese Bauweise brachte dem Schloss den Spitzna-
men Almhütte ein.
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Ein prunkvoller Innenraum
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1873 wurde dann das Schloss mit Steinmauern umschlossen und auch das Dach wurde erneuert. Im Folgejahr wurde dann endgültig das Königshäu-
schen an seinen heutigen Standort versetzt, etwa zweihundert Meter vom Schloss entfernt. Zugleich wurde der Südtrakt erbaut, die Treppe in der Mitte wurde vom heutigen Treppenhaus ersetzt. Nachdem 1885/1886 auch das Schlafzimmer nach dem letzten Umbau durch Julius Hofmann vollendet wurde, war das Schloss in seiner heutigen Form fertig.
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Der Maurischer Kiosk innen
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Das Pfauenzimmer im Schloss Linderhof
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Parallel zum Bau des Schlosses wurden bis 1880 auch die Parkanlagen er-
richtet, bestehend aus dem Becken mit einer zweiundzwanzig Meter hohen Fontäne, einer Terrassenanlage mit dem kleinen Venustempel, dem Nep-
tunbrunnen mit Kaskade, dem Maurischen Kiosk, dem Marokkanischen Haus, der Venusgrotte, der Hundinghütte, dem Musikpavillion und der Einsiedelei des Gurnemanz.
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Zum Schloss selbst:
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Es ist das kleinste der drei Schlösser Ludwigs und das einzige, das vollendet wurde. Linderhof gilt zudem als das Lieblingsschloss des Königs, in dem er sich mit großem Abstand am häufigsten aufhielt.
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Ich habe meine eigene Venus ins Boot gestellt :-)
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Das Schloss verfügt wie Herrenchiemsee über ein Tischleindeckdich, das heißt, dass der Tisch des Speisesaals durch eine Mechanik nach unten in die Küche gelassen werden konnte. Dort wurde er gedeckt und in Hand-
arbeit wurde er wieder nach oben gekurbelt.
Dies muss sehr anstrengend gewesen sein, da Ludwig gerne bis zu neun Gänge verspeiste. Im Schlosspark liegen neben dem Schloss auch noch die Venusgrotte sowie der maurische Kiosk, das marokkanische Haus und das so genannte Königshäuschen.
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Wir am Schlossbrunnen
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Im Gegensatz zum neueren Schloss Herrenchiemsee entstand Schloss Linderhof nicht als eine Kopie eines vorhandenen Bauwerkes, obwohl es im Stil des 18. Jahrhunderts erbaut wurde.
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Schloss Linderhof am Abend und wunderschön beleuchtet
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