Fanfarenbläser kündigen das Kommen des Königspaares aus Xanten an.
Siegfried und Kriemhild reiten auf Einladung Brunhilds in den Wormser Burghof ein.
Nach zehn Jahren Trennung laden die Burgunder auf Wunsch Brunhilds Siegfried und Kriem-
hild nach Worms ein. Anläßlich eines glanzvollen Turniers und einem anschließenden Gottes-
dienst geraten Kriemhild und Brunhild vor der Treppe zum Dom in Streit, welchem der Gatten
die größere Ehre gebührt. Nachdem Kriemhild die Tugenden ihres Gatten hochmütig über alles andere gestellt hat, schlägt Brunhild mit der Bemerkung zurück, dass Siegfried nach seiner eigenen, damals in Island getätigten Aussage nur ein Vasall Gunthers sei, und somit unter ihm stehe. In der Steigerung des Streites enthüllt Kriemhild der Rivalin, dass nicht Gunther sondern Siegfried sie zweimal besiegt habe: im Zweikampf am Isenstein ebenso wie im Bett. Den herbei-
geholten Männern gelingt es, die Situation zu entschärfen, indem Siegfried einen geschickt formulierten Schwur leistet, der ihn und Gunther formell entlastet. Doch die Schmach bleibt an Brunhild haften und kann nur durch Blut abgewaschen werden.
Kriemhild fragt Siegfried aus, wo er in der Hochzeitsnacht vor zehn Jahren gewesen ist.
Die beiden Königinnen Brunhild und Kriemhild streiten um das Vorrecht, als erste zum Gottes-
dienst den Dom zu Worms betreten zu können. Dabei wird Brunhild vor ihrem Gefolge von Kriemhild zutiefst gedemütigt, als diese ihr den Ring und den Gürtel zeigt, die ihr in der Hochzeitsnacht Siegfried abgenommen hatte, der mit seiner unsichtbar machenden Tarnkappe König Gunter half, die starke Brunhild zu bezwingen.
Hagen verlangt wegen der Beleidigung an seiner Königin Siegfrieds Tod, er war damals Zeuge des Gesprächs.
Gernot und Giselher sind gegen den Tod Siegfrieds und sagen das auch eindeutig ihrem Bruder.
Brunhild ist zutiefst gekränkt, doch Gunter beschwichtig sie und verweist auf den Eid Siegfrieds.
Derweil ist Hagen längst unterwegs zu Kriemhilds Gemach. Er will angeblich Siegfried schützen.
Voller Vertrauen zu ihrem Oheim näht Kriemhild ein Kreuz auf die verwundbare Stelle ihres Gatten.
Hagen von Tronje, Gunthers mächtigster Vasall, will seine gedemütigte Herrin rächen. Er ent-
lockt Kriemhild hinterlistig das Geheimnis der verwundbaren Stelle Siegfrieds, die beim Bad im Blut des erschlagenen Drachens durch ein Lindenblatt frei geblieben war.
Die Jagdhörner ertönten und die Treiber und Ritter trieb es in den Odenwald zur Jagd.
Siegfried hat Durst und erkundigt sich nach einer Quelle, die ihm Hagen 'gerne" empfiehlt.
Auf einem Jagdausflug in den Odenwald (folgende Bilder) stößt Hagen Siegfried seinen Speer zwischen die Schulter- blätter. Kriemhild ahnt, wer ihren Mann getötet hat und bleibt als trauernde Witwe in Worms. Mit Hilfe des Nibelungenschatzes, den Siegfried ihr geschenkt hatte, zieht sie fremde Helden nach Worms, um ihre Macht zu stärken – eine Gefahr, die Hagen erkennt: Er nimmt Kriemhild den Schatz weg und versenkt ihn im Rhein.
Während Siegfried trinkt, schleudert Hagen aus dem Hinterhalt den Speer und trifft ihn tödlich.
Gunter und seine Brüder hören den Todeschrei Siegfrieds und eilen herbei. Doch Siegfried ist bereits tot.
Die große Lüge gegenüber Kriemhild.
Siegfried auf dem Totenbett. Es war ein Unfall, logen ihre Brüder und Hagen.
Kriemhild trauert um ihren toten Gemahl und schwört Rache, denn sie weiß, dass es ein Mord war.
Nach dem Mord an Siegfried nimmt Hagen dessen Schwert Balmung an sich, welches er jetzt als sein Eigentum betrachtet. Obwohl die Brüder Gernot und Giselher (notgedrungen) diesen heim-
tückischen Mord zu vertuschen suchen, weiß Kriemhild, wer der Mörder ist, und schwört schreckliche Rache. Sie kehrt nicht mehr nach Niederland zurück sondern lebt fortan in Bur-
gund, wo sie aus dem herbeigeschafften Nibelungenhort sehr freigebige Almosen unter Gunthers Untertanen verteilt. Hagen sieht darin eine Gefahr, er stiehlt den Hort und versenkt ihn im Rhein.
Hagen nimmt es gelassen als das Volk Steine gegen ihn wirft. Aber er ahnt die Gefahr die dahinter steckt.
Hagen lässt sich von Alberich den Schatz aushändigen, ermordert ihn dann und versenkt den Schatz im Rhein.