In der römischen Provinz Galiläa 30 nach Chr.
  
König Herodes Antipas                                                      Königin Herodias

Um Irrtümern vorzubeugen:
Salome war Flavius Josephus zufolge der Name einer Tochter der Herodias. In der späteren Tradition ist dieser Name mit der in den Evangelien erzählten Geschichte des Todes Johannes des Täufers in Zusammenhang gebracht worden, in der aber nur von der Tochter der Herodias die Rede ist. Sie steht in keiner Beziehung zu der Jüngerin Salome, die im Markusevangelium erwähnt wird. Salome, die Tochter der Herodias, war später (ab 54 n. Chr.) Königin in Kleinarmenien.

Johannes der Täufer

In der römischen Provinz Galiläa herrscht 30 n. Chr. König Herodes Antipas zusammen mit Königin Herodias, die einst mit dessen Bruder verheiratet war, aber aus Machtgier zum Schwager überwechselte. Es ist die Zeit, als Johannes der Täufer im Heiligen Land dem Volk die Ankunft des Messias verkündet und gleichzeitig gegen das schamlose und maßlos verschwendungssüchtige Herrscherpaar wettert. Herodias befürchtet, der Prophet könne die Menschen gegen sie aufwiegeln und sie schließlich vom Thron stürzen. Und so bittet sie Herodes von Tag zu Tag, die Hinrichtung des Johannes zu veranlassen. Aber Herodes will sich ihrem Wunsch nicht fügen, denn ihm wurde einst geweissagt, dass der Mörder des Propheten qualvoll sterben werde.

Weitab im kaiserlichen Rom lebt seit ihrer Kindheit Prinzessin Salome...

Prinzessin Salome führt in Rom ein gutes Leben, das sich aber schlagartig ändert, als sie Marcellus heiraten
möchte, denn Tiberius Caesar ist empört. Er bezeichnet sie als Barbarin und für Marcellus unwürdig...

Weitab im kaiserlichen Rom lebt seit ihrer Kindheit Prinzessin Salome, die Tochter der Herodias aus deren erster Ehe. In der ewigen Stadt ist sie ist zu einer schönen, jungen Frau mit zahlreichen Verehrern herangereift. Sie selbst liebt den römischen Aristokraten Marcellus Fabius. Doch als Salome Kaiser Tiberius um Erlaubnis bittet, Marcellus hei-
raten zu dürfen, wird sie als Barbarin des Römers unwürdig befunden und nach Galiläa verbannt.

Der Wunsch Salomes' den Aristokraten Marcellus heiraten zu dürfen wird Tiberius vorgetragen. Er lehnt ab.

Prinzessin Salome macht Marcellus schwere Vorwürfe sie nicht beim Kaiser verteidigt zu haben.
Im Gegenteil: er habe es zugelassen, dass Tiberius Caesar sie nach Galiläa verbannt habe.

Marcellus Fabius erklärt ihr, dass dies eine Anordnung des Kaisers sei, er könne nichts daran ändern.
"Das also war Deine Liebe zu mir, du Feigling," erwiederte sie, als sie sein hämendes Gesicht sah.

Salome wird per Schiff nach Galiläa gebracht

Salome wird von Kommandant Claudius und in Begleitung des Präfekten Pontius Pilatus nach Galiläa gebracht.

Nun soll sie auf einem Schiff die Heimreise antreten, auf dem sich ebenfalls der römische Kommandant Claudius befindet, der als Prokonsul dem Präfekten Pontius Pilatus im Heiligen Land zur Seite stehen will. Die auffällige Schönheit Salomes fasziniert Claudius von Anfang an. Doch zu stolz einem Römer erneut ihr Herz zu schenken, verweigert sich Salome zunächst sämtlichen Annäherungsversuchen.

Gut gesinnt waren sich die beiden nicht. Pontius Pilatus hatte nichts übrig für die Galeerensträflinge,
während der Kommandant noch menschliche Züge zeigte und den Sträflingen das ersehnte Wasser reichte.

Während einer Mahlzeit von Claudius und Pontius erscheint die Dienerin Salomes' und trägt vor, dass
ihre Herrin ein Bad wünsche. Claudius wundert sich nur, folgt ihr aber in die Kabine ihrer Herrin.

In der Kabine ihrer Herrin angekommen sitzt Salome fast arrogant da und würdigt Claudius keines Blickes.

Claudius hingegen schnappt sich einen Apfel während die Dienerinnen Wasser in den Bottich schütten.

"Das Badewasser dürfte jetzt heiß genug sein, Herrin", grinst Claudius,"aber verbrennen sie sich nicht ihren
Allerwertesten". Salome stand auf und verabreichte ihm einen schallende Ohrfeige. Claudius nahms gelassen.

Just in dem Moment als sie ihn geohrfeigt hatte, tauchte eine harmlose Eidechse vor ihr am Boden auf,
so dass sie sich in Claudius Arme flüchtete. Dieser ergreift natürlich die Gelegenheit und küsste sie.

Claudius und Pontius Pilatus mit dem unbarmherzigen Aufseher an Deck der Galeere.

Nach der Rückkehr aus Salomes' Kabine muss Claudius mit ansehen, wie grausam sich der Aufseher den Galeerensträflingen gegenüber benimmt. Unbarmherzig peitscht er auf sie ein, dabei baten sie lediglich um etwas Wasser. Pontius Pilatus stand untätig daneben und sah zu. Da entschloss sich Claudis selbst tätig zu werden und reichte den unglückseeligen Sträflingen das ersehnte Wasser.

Unbarmherzig schlägt der Aufseher auf die erschöpften und durstigen Galeerensträflinge ein.

Claudius, der gerade von Salome kommt, sieht den peitschenden Aufseher und den untätigen Pontius Pilatus
"und Du siehst hier untätig zu?" fragt er den künftigen Statthalter. Dann reicht er den Gefangenen Wasser.

Pontius Pilatus kann es nicht fassen, dass ausgerechnet ein römischer Kommandant Geleerensträflingen
Wasser zu trinken gibt. Claudius blickt ihn verächtlich an und meint: "Es sind Menschen, Pilatus!"

Von alledem bekam Salome nichts mit die sich die ganze Reise über fast nur unter Deck aufhielt.
"Hoffentlich sind wir bald da, das Geschaukele macht einen völlig verrückt", jammerte sie zur Dienerin.

Während Pontius Pilatus den Beleidigten spielte und sich beide vorerst nichts mehr zu sagen hatten,
ertönte der von allen Seeleuten bis heute gern gehörte Ruf: "Land in Sicht!" Man war angekommen.

Ankunft in Israel