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Die Stadt San Francisco liegt auf einer 120 qkm großen Halbinsel, die im Westen vom Pazifik, im Norden von der Golden Gate-Meerenge und im Osten von der San Francisco-Bucht umgeben ist. Zwei berühmte Brücken überspannen die Bucht, die Golden Gate Bridge und die San Francisco-Oakland Bay Bridge. In der Bucht liegen vier Inseln Alcatraz, Angel, Yerba Buena und Treasure. Die Stadtgeschichte ist eine interessante Mischung aus spanischer Kolonialherrschaft und roman- tischer amerikanischer Frontier-Mentalität. Die erste europäische Siedlung wurde 1776 auf dem heutigen Stadtgebiet errichtet. Sie hieß ursprünglich Yerba Buena bis zu ihrer offiziellen Umbe - nennung im Jahre 1847 in San Francisco. Die Stadt ist auf über 40 Hügeln erbaut, so dass fast jede Straße schöne Ausblicke auf die Bucht bietet. Die größten Hügel, die San Francisco wie Rom den Beinamen Stadt der sieben Hügel einbrachte, sind Nob Hill, Russian Hill, Telegraph Hill, Twin Peaks, Mount Davidson, Rincon und Lone Mountain.



 Die Insel Alcatraz liegt mitten in der Bucht von San Francisco, Kalifornien in den USA. Sie wur- de früher als Standort für ein befestigtes Fort und danach als Hochsicherheitsgefängnis ge - nutzt, dient aber inzwischen lediglich als Tou- ristenattraktion. Alcatraz steht unter der Auf- sicht des US National Park Service. Die 500 Meter lange und bis zu 41 Meter hohe Sand- steininsel diente nicht nur als Standort für ein Gefängnis. Auf der 85.000 m² großen Insel befindet sich auch der älteste Leuchtturm der US-amerikanischen Westküste. Am 12. Oktober 1933 begann der der Umbau in eine Strafvoll- zugsanstalt, und am 1. Januar 1934 wurde Alca- traz zu einem Bundesgefängnis umfunktioniert. Wegen der eiskalten Wassertemperatur in der Bucht und der tückischen Strömung war "The Rock" (Der Fels) für ein Gefängnis ideal gelegen, da eine Flucht als unmöglich erschien. Die ersten Gefangenen, 53 Häftlinge aus dem Staatsgefängnis in Atlanta, trafen 1934 ein. Alcatraz fungierte bis 1963 als Hochsicherheitsgefängnis, in dem die Gefangenen untergebracht wurden, die in anderen Gefängnissen als unverbesserlich und schwierig eingestuft wurden. Unter ihnen befanden sich so bekannte Gangster wie Al Capone (1934-39), Robert Franklin Stroud (1942-59), George "Machine Gun" Kelly (1934-51) und Alvin "Creepy" Karpis (1936-62). Wegen der hohen Betriebskosten und des zunehmenden Verfalls der Anlage durch das Salzwasser, was ständige Instandhaltung der alten Gemäuer notwendig machte, ordnete Justizminister Robert F. Kennedy am 21. März 1963 die Schließung des Gefängnisses an. Seitdem ist die Insel unbewohnt.








 Eine von San Franciscos Hauptattraktionen sind die 130 Jahre alten Cable Cars. Im San Francis- co Cable Car Museum können Besucher die Kabel-Dreh-Maschine in Betrieb sehen, die 17 km Stahlseil mit einer Geschwindigkeit von 15 km pro Stunde bewegt. Besucher der Stadt sind oftmals verwundert, dass die Golden Gate Brid- ge nicht wirklich golden ist, sondern mit wetter- fester orangener Farbe gestrichen und daher auch bei Nebel gut sichtbar. Im Golden Gate Park gibt es Wiesen, Seen, Rosengärten, ein Arboretum, ein Rhododren-Tal, eine Freilicht- bühne, einen Kinderspielplatz, ein Büffelgehege und den höchsten künstlich angelegten Wasser- fall im Westen. Im Park ist auch die California Academy of Sciences untergebracht, wozu das Naturkundemuseum, das Morrison Planetarium und das Steinhart Aquarium gehören. Das Cartoon Art Museum, das einzige seiner Art an der Westküste, zeigt wechselnde Ausstellungen von Comics-Zeichnungen. Die meisten Museen der Stadt gewähren mindestens an einem Tag im Monat freien Eintritt. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Fishermans Wharf mit ihren Restaurants mit Blick auf die Bucht und den Seelöwen am Pier 39, das ehemalige Hochsicherheitsgefängnis Alcatraz (heute Nationalpark), Chinatown, die größte asiatische Ansiedlung außerhalb Asiens, das pagodengekrönte Japan Center sowie die Strände Ocean Beach und North Beach.










 San Francisco gehört sicherlich zu den fazinierendsten und einzigartig- sten Städte dieser Welt. Ihre einzig- artige Lage, der enorme kosmopoli- tische Flair, den die Stadt ausstrahlt, und dazu die weltbekannten Sehens- würdigkeiten Golden Gate Bridge, die Cable Cars sowie das umtriebige Chinatown machen diese Stadt zu einem begehrten Reiseziel. Die mul- tikulturelle Bevölkerung San Fran- ciscos mit der Einstellung von leben-und-leben lassen macht diese Stadt so lebenswert und sympathisch. San Francisco zog schon seit der Gold- gräberzeit Menschen an, die etwas anders leben als die Durchschnitts- bevölkerung in den USA. Diese Toleranz der lebensfrohen Stadt hat sie sich bis heute gewahrt. So war San Francisco in den 60er Jahren das Zentrum der Flower-Power-Bewegung und ist heute die Hauptstadt der Homosexuel- len. Der Besucher hat es nicht schwer sich schnell in diese wunderschöne Stadt zu verlieben. Dazu kommt noch, dass San Francisco nur 800 000 Einwohner zählt und somit wesentlich überschauba- rer ist als die Millionenmetropolen New York, Miami oder Los Angeles. Doch ist die Bay Area zu einem gigantischem Siedlungsgebiet verschmolzen, das heute über 6 Millionen Menschen ein Zuhause gibt. Damit ist die Bay Area der viertgrößte Ballungsraum der USA - hinter New York, Chicago und Los Angeles.



Der Golden Gate Park in San Francisco ist einer der größten innerstädtischen Parks der Welt. Mit seinen 4,1 Quadratkilometern, er ist 5 km lang und 800 m breit, ist er sogar größer als der Central Park in New York. Der rechteckige Stadtpark wurde von William Hammond Hall in den 1860er Jahren geplant und in den 1870ern auf Land gebaut, das man für unbewohnbar hielt. Hier sind auch einige der Sehenswürdigkeiten der Stadt beheimatet wie etwa das de Young Museum oder das Conservatory of Flowers, ein im viktorianischen Stil erbautes Gewächshaus. Als weitere Attraktionen beherbergt der Park den japanischen Teegarten und die California Academy of Science. Makato Hagiwara, ein japanischer Gärtner, der von 1895 bis 1942 offizieller Verwalter des Teegartens war, soll angeblich der Erfinder der weltbekannten Glückskekse, die man nach dem Essen serviert, gewesen sein. Neben den unzähligen Pflanzen und Bäumen gibt es auch für Sportliebhaber viele Möglichkeiten ihrem Vergnügen nachzugehen.










Auf kulturellem Gebiet widmet sich das Yerba Buena Center for the Arts der Ausstellung von Arbeiten multikultureller Künstler und bietet ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm mit Tanz-, Theater- und Musikaufführungen, Filmvorführungen, Installationen und Festivals. Auf dem neuen Dachgeschoss Rooftop at Yerba Buena Gardens befindet sich ein restauriertes Karussell aus dem Jahr 1906 und das Zeum, ein hochmodernes, interaktives Kunstzentrum für Kinder. Das San Francisco Museum of Modern Art, ein Entwurf des Schweizer Architekten Mario Botta, wurde 1995 eröffnet. Die Stadt hat eigene Ballett- und Opernensembles, ein Sinfonieorchester sowie Dutzende Theatertruppen, darunter das populäre American Conservatory Theater. Für Besucher, die Ruhe und Erholung suchen, bietet der Bezirk Russian Hill mit seinen historischen braunen Holzschindelhäusern, herrlichen Panoramen und Gärten die ideale Umgebung. Zum Telegraph Hill, der von dem Coit Tower gekrönt wird, führen zahlreiche Treppen hinauf.




© Ritter Manfred
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