Heute war mein letzter Tag in der polnischen Hauptstadt. Aber auch mein letzter mit Tamara Novák. Zumindest dachte ich das. Ich hatte diese unkomplizierte Frau richtig-
gehend lieb gewonnen und hätte sie am liebsten für immer behalten. Aber manchmal sind Männer eben richtige Trottel. Das war ich zwar nicht, doch traute ich mich nicht sie zu fragen wegen des Altersunterschieds: ich wurde ein bißchen vor ihrer Zeit geboren. Dabei hätte ich merken müssen, dass ihr Interesse an mir sehr groß war. Aber ich war schon glücklich sie überhaupt kennen gelernt zu haben und gemeinsam mit ihr meinen Warschau-Aufenthalt genießen zu dürfen. Dieser Tag aber gehörte noch uns beiden. Dann hieß es Abschied nehmen von dieser einmalig hübschen und liebenswerten Frau.
Das Königsschloss in Warschau
Eine Musikkapelle vor dem Königsschloß in Warschau.
Tamara und ich auf dem Schloßplatz in Warschau
Tamara und ich im Königsschloß von Warschau
Tamara und ich vor dem Präsidentenpalast Warschau
Immer näher rückte die Stunde des Abschieds von Tamara. Die Stunden flogen nur so dahin und oft fragte ich mich wo die Zeit geblieben war? Auch Tamara schaute oft heim-
lich auf ihre Armbanduhr. Sollte oder durfte ich es wagen, sie nach Moskau mitzuneh-
men? Würde sie überhaupt Zeit haben? Und weiter: würde sie nicht ihre Arbeit durch mich riskieren? Fragen über Fragen.
Zurück am Kulturpalast, während sich der Abend näherte
Und immer hatte diese wunderbare Frau ein Lächeln
Es war unsere letzte Nacht. Obwohl sie lächelte wie immer, spürte ich doch, wie sie innerlich aufgewühlt war. Und obgleich wir uns drei Wochen 'sauber' gehalten hatten,
ist es in der letzten Nacht dann doch passiert. Ich hatte die bisher schönste Nacht meines Lebens mit dieser wunderschönen Frau verbringen dürfen, die nicht ohne 'Folgen' blieb. Oh nein, nicht was der/die Leser/in denkt. Tamara flüsterte mir ins Ohr, dass sie mit mir nach Moskau mitkommen werde, wenn es mir recht sei. Wie glücklich ich war muss ich wohl nicht beschreiben. Eine größere Freude hatte sie mir nicht machen können.

Am nächsten Morgen frühstückten wir noch gemeinsam im Hotel und fuhren mit einem Taxi an den Flughafen. Dort musste ich erst einmal meinen bereits gebuchten Flug umbuchen, denn ich wollte mit Tamara zusammen in einer Reihe sitzen, soll heißen nebeneinander. Wir mussten deswegen auf den nächsten Flug warten, was ich gerne tat, weil ich eben so überaus glücklich war, dass sie mit mir nach Moskau fliegt. Ursprünglich war ja von mir geplant, dass ich von Moskau aus noch nach St. Petersburg fliegen wollte, doch da ich Tamara mitgenommen hatte, entfiel dieser mein Plan. Das Mädel sollte keinesfalls an den Kosten für die Moskaureise beteiligt werden.

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Abflug nach Moskau