Die ersten Spuren einer Zivilisation in Zypern stammen aus dem Neolithikum und sind rund 10.000 Jahre alt. (Also älter als die erst 6000 Jahre alte Bibel). Ausgrabungen förderten dörfliche Siedlungen aus der Jungsteinzeit zutage, die berühmteste - Chirokitia - ist bei Kalavassos (an der Straße Larnaka - Lemesos) zu besichtigen. In der Bronzezeit belieferte Zypern die ganze mediterrane Welt mit Kupfer und Keramiken. Nach 1400 v.Chr. erreichen Mykener - wahrscheinlich Händler - und um 1200 v.Chr. Achäer aus Griechenland die Insel. Sie bringen die griechische Sprache, ihre Religion und ihre Bräuche mit. Städte und Stadtkönigreiche entstehen: Pafos, Salamis, Kition, Kourion. Die Insel wird fortschreitend hellenisiert. Homer nennt Pafos den Geburtsort der Göttin Aphrodite.
Ab 700 v.Chr. wird Zypern abwechselnd von Assyrern, Ägyptern und Persern erobert und beherrscht. Alle diese Völker hinterlassen ihre Spuren, ohne jedoch den griechischen Charakter der Insel anzutasten. Im Jahr 333 v.Chr. befreit Alexander der Große Zypern von den Persern, dafür hilft ihm die zyprische Flotte bei der Niederwerfung der Völker an den Küsten der Levante. Nach seinem Tod geht Zypern in die Hände von Ptolemäus über.
Von 58. v.Chr. bis 330 n.Chr. ist Zypern Teil des Römischen Reiches, Kleopatra tritt die Insel förmlich an Cäsar ab. Auf den Missionsreisen der Apostel Paulus und Barnabas wird der römische Proconsul Sergius Paulus zum Christentum bekehrt: Zypern ist das erste christlich regierte Land. 330 wird Konstantinopel (Byzanz) Hauptstadt des Römischen Reiches. Von der byzantinischen Zeit (330 - 1191) künden auf Zypern zahlreiche Basiliken und Kirchen mit Mosaiken, Fresken und Ikonen.
Im Jahr 1191 erobert der englische König Löwenherz auf seinem Weg ins Heilige Land - 3. Kreuzzug - die Insel. In der Burg von Lemesos hält er Hochzeit mit Berengaria von Navarra.
<-- (Guy de Lusigan) Noch im gleichen Jahr verkauft Löwenherz Zypern, zuerst an den Orden der Tempelritter und - da diese durch einen Aufstand der Bevölkerung verunsichert werden - zum herabgesetzten Preis an Guy de Lusignan. Die fränkische Familie Lusignan beherrscht die Insel fast 300 Jahre lang. In dieser Zeit entstehen viele gotische Bauten.
Die lusignanische Herrschaft endet 1489, als die letzte Königin Caterina Cornaro Zypern an Venedig übergibt. Rund hundert Jahre später - 1571 - landen türkische Invasionstruppen auf der Insel und halten sie 300 Jahre lang besetzt. 1878 treten die Osmanen Zypern an England ab. Die Insel wird britische Kronkolonie und ins Commonwealth eingegliedert.
Nach einem Befreiungskampf (1955 - 59) wird Zypern am 16. August 1960 eine unabhängige souveräne Republik. Erzbischof Makarios wird ihr erster Staatspräsident. Im Juli 1974 landen erneut türkische Truppen auf der Insel und besetzen ca. 37 Prozent des Territoriums. Dieses Gebiet steht auch heute noch unter türkischer Besatzung.
Ankunft in Ankara