Die
Geschichte der Sowjetunion begann 1917 mit der Oktoberrevolution und dem
Sturz des Zarenregimes. Von Anfang an hatte die noch junge Sowjetunion
mit Problemen zu kämpfen. Erster und Zweiter Weltkrieg liessen das
Land nicht zur Ruhe kommen. Stalin, der sich nach dem Tode Lenins zum Führer
der Republiken machte experimentierte mit dem Kommunismuss und konnte seine
Macht und seinen Ruf nur durch viel Blutvergiessen sichern bzw. erhalten.
Mit den Jahren liberalisierte sich das Land etwas, Perestroika und Glasnost
sollten das Land wieder auf die Beine bringen, ohne Erfolg...







Das
Ende








Nach
dem Regierungsantritt Michail Gorbatschows im März 1985 und der beginnenden
Umgestaltung (russ. Perestrojka) der Politik und Wirtschaft, musste auch
die Rolle der Streitkräfte überdacht werden.
Gorbatschow
hatte erkannt, dass die Sowjetunion wirtschaftlich nicht mehr in der Lage
war, beim Wettrüsten mitzuhalten. Man wollte nun durch Abrüstung
den Verteidigungshaushalt kürzen. Trotz dieser Maßnahmen sollte
die Armee durch weitere Modernisierung effektiver gemacht werden und so
die Verteidigungs-
fähigkeit der UdSSR erhöht werden. Die Kader
sollten, wenn sie nicht bereit waren diese Umgestaltung zu tragen, ausgetauscht
werden. Die Partei sollte ihre Führungsrolle in Militärfragen
behalten. Mit der Durchführung dieser Aufgabe wurde der neue Verteidigungsminister
Dimitrij Jasow beauftragt.
Durch
die veränderte Sicherheitslage Ende der achtziger Jahre kam es zu
einer Debatte über neue Militärreformen. Es wurden die Fragen
einer Verringerung und Umgliederung der Streitkräfte aufgeworfen.
Zudem wurde diskutiert, ob man die Wehrpflicht abschaffen sollte und die
Sowjetarmee in eine Berufsarmee umwandeln soll. Auch die Dezentralisierung
der militärischen Führung wurde gefordert. Teilweise hatten einzelne
Republiken schon eigene Verbände aufgestellt. Das sowjetische Verteidigungsministerium
wehrte jedoch alle Forderungen ab. Hans-Henning Schröder schreibt:
,,Die ,alten` militärischen Eliten erwiesen sich 1990 und 1991 als
unfähig, die veränderten innen- und außenpolitischen Bedingungen
zu erkennen und die Streitkräfte der neuen Umwelt anzupassen."
Durch
die aufkommende transparente Berichterstattung (Glasnost) wuchs die Kritik
an der Armee.Besonders der Einsatz in Afghanistan und die Niederschlagung
von Unruhen in Georgien und im Baltikum wurden nun kritisiert. Dies führte
zu einem Prestigeverlust der Truppe und zu einer steigenden Verunsicherung
der Soldaten.
Im
Laufe des Jahres 1990 lösten sich die Strukturen der Sowjetunion immer
weiter auf und hinterließen ,,eine... zu großen Teilen funktionslose
Armee und ein immer schwerer kontrollierbares Waffenarsenal." Mit dem Zusammenbruch
der Sowjetunion stellten nun alle ehemaligen Republiken eigene, nationalstaatliche
Armeen auf.
Hauptsächlich
übernahmen die russischen Streitkräfte die Nachfolge der Sowjetarmee.
Ihnen unterstehen sämtliche Kernwaffen der ehemaligen Sowjetunion.
Aufgrund der starken Haushaltskürzungen ist die russische Armee nur
bedingt einsatzfähig. Dennoch stellt sie mit einer Stärke von
1,25 Millionen Mann und ihrem großen Waffenarsenal eine beachtliche
Streitmacht dar.







Heute
nur noch Makulatur







