Austin gegen Abend, der Mond scheint schon blass vom Himmel
Vor dem Capitol von AustinVor einer Kanone - wahrscheinlich noch aus dem Bürgerkrieg
        
Die Congress Avenue ist eine sehr langgezogene Strasse, wie man unschwer erkennen kann, hat aber viele interessante Seitenstrassen
Abgesehen von der Tragödie die der Amokläufer in der Schule angerichtet hatte, beachte man einmal den Kontrast.
Denkmal für Kinder - errichtet für hier ermordete Kinder durch einen AmokläuferAustin Wells Fargo und Kongress Buildings
Normalerweise hatte ICH in diesem Schloss nichts zu suchen, denn es ist ein Frauenclub ;-) Aber dank meiner Frau durfte ich ausnahms-und grosszügigerweise wenigstens das Grundstück betreten *g*
Stephen F. Austins Grab und Monument
1821 wurde Texas ein Teil des von Spanien unabhängig gewordenen Mexiko. Schon während des mexikanischen Unabhängig-
keitskampfes sammelten sich hier viele Abenteurer aus den Vereinigten Staaten an. Nachdem der nordamerikanische Oberst Stephen F. Austin 1823 die Genehmig-
ung der Zentralregierung Mexikos erhalten hatte, mit 300 Familien im Staatsgebiet von Texas zu siedeln, gründete er die Stadt San Felipe de Austín. Die Vereinbarung mit Austin war sehr einfach. Er musste seine US-amerikanische Staatsbürgerschaft gegen eine mexikanische eintauschen. Er unterstand somit der mexikanischen Gerichtsbarkeit. Immer mehr Siedler aus dem Nor-
den erreichen den Golf von Mexiko. Es ist der Beginn der angloamerikanischen Kolo-
nisation. Bis 1835 siedelten etwa 45.000 Menschen aus dem Norden in Texas. Die Spannungen zwischen amerikanischen Siedlern auf der einen und den Mexikanern und der mexikanischen Regierung unter Präsident Santa Anna auf der anderen Seite wurden immer heftiger als Mexiko die Sklaverei verbot. Besonders religiöse, kulturelle und politische Probleme schienen unüberbrückbar. Doch neue Gesetze und Verordnungen ge -
währten den Siedlern in Texas soviel Ausnahmen und Freiheiten, dass die Spannungen abnahmen und 1835 zuerst ein relativ ruhiges Jahr war. Landspekulanten aus den USA schürten jedoch das Misstrauen gegen Mexiko. Als Stephen F. Austin bei einem Besuch in Mexiko-Stadt inhaftiert wurde und sich auf Grund persönlicher Enttäuschung gegen einen Verbleib im mexikanischen Staatsverbund aussprach, sahen sie ihre Chance.
Texas' Unabhängigkeit von Mexiko
Nach Ausstins Rückkehr erklärten sie in einer eilig einberufenen Versammlung die Loslösung Texas' von Mexiko. Santa Anna entsandte deswegen kurz darauf Truppen (4.000 – 5.000 Mann) in den mexikanischen Bundesstaat. Am 2. Oktober 1835 kam es zur ersten Schlacht zwischen den Parteien. Die Schlacht von Gonzales ist der erste Kampf zur Unabhängigkeit Texas'. Am 2. März 1836 erklärten sich die Texaner, im Vertrauen auf den Beistand der herrschen-
den Partei in den Vereinigten Staaten, wel-
che eine Vermehrung der Sklavenstaaten wünschte, für unabhängig und ernannten den General Sam Houston (Namenspatron der Stadt Houston) zum militärischen Ober-
befehlshaber. Das mexikanische Heer unter dem Präsidenten und General Santa Anna besetzte im Zuge der Feindseligkeiten die Hauptstadt von Texas, San Felipe de Austín.
Bootsausflug über den Colorado RiverAuf Deck mit anderen Gästen
Mit anschliessendem Schwimmen im Fluss:-)Auf der Rückfahrt
Noch mehr Interessantes zur Geschichte von Texas:
Sam Houston, erster Präsident von Texas
Am 6. März 1836 wurde die Missionsstadt Alamo (bei San Antonio) von den Mexikanern nach dreizehntägiger Bela-
gerung eingenommen. Dabei kamen alle Verteidiger (weni-
ger als 190) ums Leben, unter ihnen waren auch David Crok-
kett, Jim Bowie (der Erfinder des Bowie Messers) und William B. Travis. Die mexikanischen Truppen (etwa 1.600 Soldaten) wurden am 21. April 1836 nahe dem Río San Jacinto River (heute östlich von Houston gelegen) von den Texanern unter Sam Houston überraschend geschlagen, wobei der mexika-
nische Präsident General A. L. de Santa Anna in Gefangen-
schaft der Texaner kam. Weitere Expeditionen der Mexikaner in den folgenden Jahren scheiterten ebenfalls. Als unabhän-
gige Republik wurde Texas von Frankreich und England am 23. November 1839 beziehungsweise am 14. November 1841 anerkannt. Erster Präsident der unabhängigen Nation und Republik Texas wurde der General Sam Houston. Mit Unterbrechung war er es bis kurz vor dem Zusam-
menschluss mit den USA. Von 1856 – 1861 war Sam Houston Gouverneur des US-Bundesstaates. Stephen F. Austin wurde Außenminister seines Staates, starb aber bereits zwei Monate nach Amtsantritt an einem Lungenleiden.
Ausruhen an der Stevie Ray Vaughan Statue
Der letzte Krieg (1846-1848)  zwischen Mexiko und den USA über ihre einander widersprechenden territorialen Ansprüche.
In Texas selbst aber verlangte die Mehrheit den Anschluss an die Verei-
nigten Staaten. Das Land wurde darauf am 19. Februar 1845 von den USA annektiert (Billigung durch den US-Kongress am 1. März 1845). Die förm-
liche Aufnahme in den Staatenbund erfolgte am 29. Dezember 1845. Hier-
über entbrannte 1846 ein Krieg zwi-
schen den USA und Mexiko, der am 2. Februar 1848 mit dem Friedensvertrag von Guadalupe Hidalgo endete. Mexiko verzichtete auf seine Ansprüche auf Texas und das Gebiet zwischen Rio Grande und Nueces River, doch schlug die Regierung der USA durch Beschluss vom 7. September 1850 einen Teil dieses Gebiets New Mexico zu, das inzwischen als Territorium an die Union angegliedert worden war. Texas erhielt hierfür eine Entschädigung von 10 Millionen Dollar. Im amerikanischen Bürgerkrieg gehörte Texas zur der Südstaaten-Konföderation. Texas durfte erst als letzter Kriegsgeg-
ner als Bundesstaat zurück in die Union (15. Februar 1876).
Das Schiffshaus in AustinJawohl, dieser Salon hatte den richtigen Namen: Lebe das Leben.
Das state Capitol bei NachtHier am Springbrunnen tauchten wir die Hände ins Wasser, so warm war es noch gegen Mitternacht.
Auf Wiedersehen Austin. Wir fahren weiter nach Houston

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